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Ein neuer "Schlenki" ist im Vogtland im Einsatz

Nahverkehr Verkehrsverbund rüstet sich für steigendes Fahrgastaufkommen

Plauen/Rodewisch. 

Plauen/Rodewisch. Noch diskutiert die ganze Welt darüber wie die Verkehrswende konkret aussehen soll. Doch sie ist bereits in vollem Gange! "Wir erwarten auf verschiedenen Strecken künftig mehr Fahrgäste und wollen uns so gut es geht darauf vorbereiten", betont Thomas Schwui. Der Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Vogtland hat künftig einen Gelenkbus zusätzlich zur Verfügung. Denn ab Schuljahresbeginn wird der "Schlenki" dann hauptsächlich im Göltzschtal zum Einsatz kommen. Für alle jüngeren Leser: Zu DDR-Zeiten war der "Schlenki" ein wichtiges öffentliches Verkehrsmittel. Die Werktätigen nannten ihre Gelenkbusse liebevoll "Schlenki" oder auch Ziehharmonikabus. 48 Sitz- und 97 Stehplätze bietet der 19 Meter lange Gelenkbus, der natürlich optisch chic im Design des Verkehrsverbundes Vogtland unterwegs sein wird.

Henrike Piehler hat bereits über 70 Busse beklebt

Über 70 Busse hat Geschäftsführerin Henrike Piehler bereits "eingekleidet". In bewährter Zusammenarbeit mit ihrer Agentur Pinkuinreklame in Reichenbach lässt die Bietergemeinschaft der elf Busunternehmen in den Werkstätten in Plauen und Rodewisch die Außenhaut der Fahrzeuge veredeln. Henrike Piehler gilt als bewährte und verlässliche "Klebezentrale". Wer einmal versucht hat, großflächige Aufkleber blasenfrei auf einem Fahrzeug anzubringen, der weiß um das Können von Henrike Piehler. 26 Jahre gibt es die Pinkuinreklame in Reichenbach schon. All ihre Erfahrung bringt die Werbeexpertin natürlich mit ein. Die Kunst, polymere Hochleistungsfolie effektvoll anzubringen, beherrschen nur wenige. Die Folie ist mit Lösemittelfarben bedruckt und mit polymerem UV-Schutzlaminat versiegelt. "Unsere Busse müssen bekanntlich ganz schön was aushalten. Im Sommer ist es die Hitze, im Winter der Frost und die Feuchtigkeit. So ein Bus muss auch in die Waschanlage. Da kommt einiges an äußeren Einflüssen zusammen und für unsere Fahrgäste soll die touristische Werbung auch immer gut sichtbar sein", weiß Thomas Schwui.

Wegbereiter der Mobilität im ländlichen Raum

Hintergrund: Mit dem ÖPNV-Konzept "Vogtlandnetz 2019+" begann vor zwei Jahren eine neue Zeitrechnung der Mobilität. Die Bietergemeinschaft POB und VGV hat als Gewinner der europaweiten Ausschreibung seither 57 neue Omnibusse angeschafft. Acht Millionen Euro (davon 1.370.000 Euro Förderung) wurden dafür investiert von den genannten Unternehmen und deren Subunternehmern. Das mit den Kommunen abgestimmte Bus-Layout entwarf die Berliner Agentur "kwärbeet". Landrat Rolf Keil: "Deutschland steht vor großen verkehrs- und klimapolitischen Herausforderungen. Die Initiative 'Deutschland mobil 2030' rückt dringend gesuchte Lösungen für die Mobilität der Zukunft in den Fokus. Es müssen langfristig bedarfsgerechte und planbare Rahmenbedingungen für die notwendige Entwicklung von Mobilitätsangeboten geschaffen werden. Daran wird mit der weiteren Umsetzung des Konzepts 'Vogtlandnetz 2019+' gearbeitet", betont Rolf Keil, zugleich Vorsitzender des Zweckverbandes ÖPNV. ZVV-Geschäftsführer Michael Barth: "Wir fahren im Vogtland am besten, wenn wir unseren Weg fortsetzen und versuchen, Wegbereiter der Mobilität im ländlichen Raum zu sein." Weitere Informationen und Fahrpläne gibt es im Internet unter www.vogtlandauskunft.de oder bei der Tourismus- und Verkehrszentrale Vogtland (TVZ), Servicetelefon 03744-19449.