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"Ein Stück weit Hoffnung und Optimismus!"

Mutmacher Plauener Verleger Jean-Curt Röder blickt 75 Jahre zurück

Plauen. 

Plauen. Der Verleger Jean-Curt Röder hat einen Mutmacher gesendet. In ungewisser Zeit blickt der Plauener zurück auf ein schlimmes Kapitel in der Stadtgeschichte. Der 75-Jährige ist sich sicher: "Kopf hoch! Die Plauener werden auch das Coronavirus überstehen", muntert der Historiker die Menschen in der Spitzenstadt auf. Er hat aus aktuellem Anlass in den Archiven seines Vogtländischen Heimatverlages Neupert geblättert. Dort finden sich Abschriften von Hanna Nicolai, die im Frühjahr/Sommer 1945 in Briefen die schlimmen Zustände in der Vogtlandmetropole schildert. Vorausgegangen war am 10. April 1945 ein letzter verheerender Luftangriff der Alliierten. Die Stadt lag danach zu drei Vierteln in Schutt und Asche. Am 16. April 1945 marschierten dann die Amerikaner in Plauen ein. "Das war damals der Punkt null. Die Menschen waren selig am Ende. Sie hatten oft nichts weiter, als das nackte Leben", hat Jean-Curt Röder herausgefunden. Er selbst erblickte genau in jenen Tagen das Licht der Welt.

"Dieser Viruskrieg ist heimtückisch!"

"Natürlich ist die aktuelle Coronakrise nicht zu vergleichen mit dem Zweiten Weltkrieg", betont der Verleger. Doch er fügt hinzu: "Dieser Viruskrieg ist jedoch sehr heimtückisch. Denn es fallen keine Bomben und trotzdem geht vieles, was die Menschen mühsam aufgebaut haben, einfach kaputt." Die Briefe von Hanna Nicolai hat man im Vogtländischen Heimatverlag Neupert in Abschriften vorliegen. Die gläubige Frau hatte sie von der Stadtmission aus nach Dresden an den Landesverein geschickt. "In Plauen versuchte die Stadtmission den ausgebombten Bewohnern zu helfen. Das war natürlich kaum möglich. Und trotzdem kann man aus den Worten von Hanna ein Stück weit Hoffnung und Optimismus entnehmen." Hanna Nicolai hat mit ihrer Post für ein kleines Vermächtnis gesorgt. Klicken Sie dazu weiter in der Bildergalerie hier in diesem Artikel. Übrigens ist der Nachfolger der 1925 gegründeten Stadtmission die heutige Diakonie. Etliches an Buchmaterial zum Thema gibt es im Vogtländischen Heimatverlag Neupert, Klostermarkt 8 in Plauen. Der Verlag wurde 1870 gegründet.



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