Ein teurer Kokon für die Mülldeponie

Projekt Altes Uranloch in Zobes wird abgedichtet

ein-teurer-kokon-fuer-die-muelldeponie
Kein schöner Anblick. In Zobes kippten die Vogtländer jahrelang ihren Müll ab. Foto: Thomas Voigt

Zobes. Auf der Müllkippe in Zobes hat das Vogtlands über Jahrzehnte seinen Abfall versenkt. Nun lässt der Vogtlandkreis die größte Deponie der Region versiegeln. Kürzlich rollte schwere Technik an. Ein verbeultes Hinweisschild lässt noch erahnen, was hier früher los war. Die Abfall-Schichten reichen bis zu 40 Meter in die Tiefe. Auf dem Gelände baute die "Wismut" bis Mitte der 1960-er Jahre Uran ab. Danach versenkten zunächst nur die Plauener ihren Müll. Später kam Material aus der gesamten Region dazu.

Kokon soll Abhilfe schaffen

Mehr als drei Millionen Kubikmeter Siedlungs- und Gewerbemüll sollen sich bis 2004 angesammelt haben. Danach schloss die Halde. Nun werden die Altlasten wie in einem Kokon abgedichtet. Nach Informationen des Landkreises soll das Vorhaben mehr als zehn Millionen Euro kosten. Fördergelder gibt es dafür allerdings nicht. Die Absicherung der Kippe werde aus den anfallenden Müllgebühren finanziert. In drei Jahren soll die über elf Hektar große Fläche saniert sein. Doch das ist längst noch nicht das Ende der Fahnenstange. Der Bauherr ist zu 30 Jahren Nachsorge verpflichtet. Unter anderem müssen regelmäßig Wasserproben genommen werden.