Ein Traum-Duo, das auf dem Boden bleibt

Dart Max Hopp zu Gast beim Jocketaer Darts-Turnier

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Max Hopp, Christin Jahn (Mitte) und Stefanie Wiegandt hatten beim Jocketaer Bierzelt-Darts-Turnier jede Menge Spaß. Foto Thomas Voigt

Pöhl. In der Öffentlichkeit nennt man ihn den "Maximiser". Max Hopp ist der aktuell beste deutsche Darts-Spieler. Am Montag tauchte das Supertalent überraschend beim Bierzelt-Darts-Turnier des Feuerwehrvereins Jocketa auf. Wenige Stunden vorher landete der 20-jährige auf dem Flughafen Leipzig. Hinter ihm lag ein Turnier in Manchester.

Auf dem Boden geblieben

Normalerweise spielt der Profi in Hallen, die mit tausenden dartsverrückten Fans gefüllt sind. Zum Turnier im Bierzelt neben dem Jocketaer Dorfteich kam er auch ohne die große Show aus. Der aus Idstein bei Wiesbaden stammende junge Mann war einer unter 32 Teilnehmern. Ohne Starallüren saß er gemeinsam mit den anderen Spielern und Gästen in ungezwungener Runde an der Biertischgarnitur. Wer wollte, konnte mit ihm locker plaudern oder sich ein Autogramm holen.

Wer verliert, wäscht ab

Privat lebt der "Maximiser" bei seiner Freundin Christin Jahn in Kottengrün. Auch sie ist eine ambitionierte Darts-Spielerin. Gemeinsam gewannen sie 2015 im Mixed die Europameisterschaft. Seit über zwei Jahren sind die beiden ein Paar. Zuhause spielen sie auch schon mal darum, wer den Abwasch erledigen muss, verriet der Hesse mit einem Augenzwinkern.

Match gegen den Schwiegerpapa

Ansonsten ist das Darts-Ass pausenlos zu Turnieren und Terminen unterwegs. Ende dieses Jahres winkt die Darts-Weltmeisterschaft in London. In seiner Wahlheimat fühlt sich Hopp pudelwohl. "Ich möchte das Vogtland nicht mehr missen. Der Zusammenhalt im Osten ist viel größer." Zwischendurch zielte der Wahlvogtländer mit ruhiger Hand auf die Punkte-Felder des Darts-Automaten. Dann kam es zum Familienduell mit Christins Vater Uwe. Der Kottengrüner nimmt jedes Jahr am Turnier teil. Im Vorfeld fragten die Organisatoren bei ihm an, ob er den "Maximiser" überreden könnte, teilzunehmen.

"Schön, dass es geklappt hat", freute sich Stefanie Wiegandt. Sie ist die Leiterin der Abteilung Darts bei der TSG Ruppertsgrün. Im Turnierverlauf ließ Deutschlands Darts-Champion wie erwartet nichts anbrennen. Allerdings gewann er unterm Strich denkbar knapp.