Ein Verein am Tiefpunkt

Fußball Mitglieder des VFC Plauen sind so zerstritten wie nie

Dem VFC Plauen droht die Insolvenz. Die Profispieler des Vereins haben erneut kein Geld bekommen. Und der Klub scheint in sich vollkommen zerstritten. Nach dem fünfstündigen Wahlmarathon sah man in vielen Gesichtern Ratlosigkeit. Noch nie war es der Sportgemeinschaft so schwer gefallen, eine neue Vereinsspitze zu wählen. Vor dem so wichtigen Neuanfang wurde durch verbale Anfeindungen fast aller Redner weiteres Porzellan zerschlagen. Entschieden hatten sich letztlich 100 Mitglieder des Vereins für Wilfried Hub, 77 Fußballfreunde wählten Bernd Stubenrauch. Rainer Pietschmann: "Schon diese Tatsache macht deutlich, dass unser Verein so gespalten ist wie noch nie", sorgt sich das langjährige Mitglied um seinen VFC. In den Vorstand gewählt wurden Thomas Golle (162 Stimmen), Matthias Gräf (103) und Uwe Schmidt (93). Frank Trtschka hingegen zog seine Kandidatur zurück. Vor der danach folgenden Wahl des Aufsichtsrates ließen sich Uwe Täschner, Christian Schmidt und Uwe Ketzel von der Liste streichen. Das Gremium des Aufsichtsrates sieht nun wie folgt aus: Wolfgang Alboth (111 Stimmen); Frank Heidan (99), Wolfgang Hinz (92), Rolf Keil (95), Jörg Sachse (140), Martin Scherzer (104), Heiko Unger (104) und Kay Werner (96) gehören dazu. Letzterer übernimmt das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden. Insgesamt bleibt festzuhalten: Zur Jahreshauptversammlung des VFC ging es drunter und drüber. Manch einer ging kopfschüttelnd nach Hause, andere freuten sich über den Wahlausgang und die Fraktion um den gescheitertenGegenkandidaten Bernd Stubenrauch war empört. "Dass der VFC Plauen als großer Verlierer der vergangenen Wochen vom Platz gegangen ist, bemerken scheinbar nur noch Außenstehende", ist Rainer Pietschmann fassungslos.