Ein Wanderer kennt kein schlechtes Wetter

Pausa Wandergruppe Erdachse hatte auf Frühlingstour eingeladen

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Michael Wermig und Sohn Moritz waren zuerst am Ziel. Ekkehard Weigelt (links) empfängt beide. Foto: Simone Zeh

Pausa. War es nun Wanderwetter oder nicht? Für Ekkehard Weigelt von der Wandergruppe Erdachse e.V. Pausa gibt es darauf nur eine Antwort: "Wanderwetter ist immer, es kommt darauf an, was man anhat." Und der Stamm komme immer, egal ob die Sonne scheint oder es in Strömen gießt wie voriges Jahr.

Schnell etwas Unkraut zupfen

Die Teilnehmer beim obliagtorischen Pausaer Wandertag kamen aus dem gesamten vogtländischen Raum, von Pausa über Plauen, Oelsnitz, Schöneck bis Auerbach. Über 350 nahmen eine der Strecken in Angriff, wobei die mittlere über zwölf Kilometer am beliebtesten war.

Mit etwa 20 Helfern war der gastgebende Pausaer Wanderverein im Einsatz, zu tun gab es immer etwas, ob am Start, wo auch Herbert Müller aus Zeulenroda über den Listen saß, an den Verpflegungsstellen unterwegs oder am Ziel, wo Kuchenteller und Kaffee auf die Wanderer warteten. Und wenn doch mal etwa Luft zwischendurch war, hieß es für Helga Bachmann beispielsweise mal schnell etwas Unkraut aus dem Blumenbeet im Garten des Heimatecks zu zupfen.

Ab durch den Wald

Michael Wermig und Sohn Moritz aus Pausa, der ältere etwas mehr atemlos als der jüngere, waren die Ersten am Ziel. Als sie am Heimateck eintrafen, hatten sich die letzten Wanderer kurz nach zehn gerade erst auf die Tour gemacht. Wie es war? "Durch den Wald zu wandern, einfach schön", so Papa Wermig und wischte sich den Schweiß von der Stirn: "Wir haben so einige auf dem Weg überholt. Aber voriges Jahr waren wir schneller."

Dem 13-jährigen Moritz indes sah man kein bisschen an, dass er gerade zwölf Kilometer per Pedes bewältigt hatte. Beide nahmen ihre Urkunde von Ekkehard Weigelt entgegen. Eine solche, mit Namen versehen, bekommt jeder. Das sonnige Wetter tat auch dem parallel verlaufenden Frühlingsmarkt rund ums Rathaus gut. Ob Honig von Rebecca Münnich aus Reuth oder Gefilztes von Manuela Spörl aus Hirschberg, Korbwaren oder Frühlingsblumen von der Gärtnerei Zauge, es gab viel zu entdecken.