Ein würdiger Abschied

Benefizturnier 922 Zuschauer helfen der Familie von Christian Rose

Was für eine stolze Zahl! 922 Schweigende nahmen von Christian Rose Abschied. Für einen Moment stand im Vogtlandstadion alles still. Auch drei Wochen nach dem plötzlichen Tod des Fußballkumpels fällt es Stefan Fritzlar, Martin Schneider, Daniel Thiele und Marko Faßmann schwer, über den Verlust des Freundes zu sprechen. Die "vier Musketiere" hatten alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ein riesiges Benefizturnier auf die Beine zu stellen. Neun Vereine schickten 70 Fußballer. Und 922 Zuschauer bleiben ebenso als Superlativ in Erinnerung. Christian Rose starb mit 32 Jahren. Er hinterlässt seine Freundin und die kleine Ella. "Ich habe mir heute wie viele andere auch, einfach frei genommen", stellte Stadionsprecher Jan Pacholski klar. Noch nie hatte er vor Publikum gesprochen. Die Anspannung bei den Organisatoren des Benefizturniers war enorm: "Wir alle wissen, dass dieser heutige Abend nicht wiederholt werden kann. Also muss alles passen." Mama Stephanie erlebte das Benefizturnier, gut abgeschirmt von ihren Freunden, von Anfang bis Ende, live im Vogtlandstadion mit. "Ich bin überwältigt von dem, was Christians Kameraden hier auf die Beine gestellt haben. Dass so viele Zuschauer alle nur wegen unserer Familie ins Stadion kommen, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ich kann diesen vielen lieben Menschen nur herzlich danken für diesen würdigen Abschied", fand die Freundin von Christian Rose auch im Namen ihrer kleinen Tochter Ella kaum Worte für den enormen Beistand.

Der Fußball und die 18 Tore waren an diesem Abend Nebensache. "Es ist ein immer fairer Sportsmann würdige geehrt und viel Geld gesammelt worden. Beides soll der kleinen Familie ein wenig über das unendliche Leid helfen", hoffen die Organisatoren, die auch allen Sponsoren herzlich danken. kare