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Eine Chance, aus der Isolation zu kommen

Selbsthilfegruppe Parkinson-Patienten finden in der Gemeinschaft ein offenes Ohr und neuen Halt

Plauen. 

Plauen. Udo Müller wollte es lange nicht wahr haben. Die Ärzte diagnostizierten bei ihm Parkinson. "Am Anfang habe ich es nur schwer akzeptieren können", blickte der 57-jährige zurück. Irgendwann musste er lernen, mit der Krankheit zu leben. Der Plauener ging in die Offensive und gründete im Mai 2010 eine Selbsthilfegruppe.

Gemeinsam ist man stärker

"Es ist eine Chance, aus der Isolation herauszukommen." In der Gemeinschaft falle es vielen leichter, über ihre Probleme zu reden. "So ein Erfahrungsaustausch kann wirklich helfen", weiß Müller. "Die Krankheitssymptome sind sehr unterschiedlich ausgeprägt." Betroffene leiden beispielsweise unter Stimmungsschwankungen, motorischen Störungen und dem typischen Zittern, das häufig mit Stottern einhergeht.

Treffpunkt der Gruppe ist im Begegnungszentrum der Volkssolidarität an der Karlstraße 14. Dort kommen die Mitglieder jeden letzten Dienstag im Monat 14.30 Uhr zusammen.

Peter Eichelkraut stieß erst kürzlich dazu "Ich bin froh, dass ich den Tipp bekam." Ehefrau Renate brachte der Plauener gleich mit. Müller weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig Partner oder Angehörige im Umgang mit der Krankheit sind. "Bei uns haben sie die Möglichkeit, ihre Alltagserfahrungen anzusprechen."

Am 24. Oktober beleuchtet der Plauener Arzt Frank Richter das Thema Schlafstörungen näher. Parkinson-Patienten leiden häufig darunter. Im Vorfeld bitten die Organisatoren um eine kurze telefonische Rücksprache. "Neue Mitglieder sind herzlich willkommen." Nähere Informationen gibt es unter Tel. 0177 /3463 976.



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