Eine geklöppelte Rollbock-Lok

Handarbeit Hauptmannsgrünerin macht ein Geschenk

Hauptmannsgrün. 

Hauptmannsgrün. Eine geklöppelte Rollbocklok? Ist es überhaupt möglich, eine solche Lok in Handarbeit herzustellen? Und ob, Monika Hauk aus Hauptmannsgrün hat ein Abbild dieser Lok geschaffen. Das Wandbild hängt im Lokschuppen des Traditionsvereines Rollbockbahn in Oberheinsdorf.

Karl-Heinz Meyer vom Traditionsverein präsentiert das Klöppelbild gerne den Besuchern, zeigt es doch, so sagt er, dass es Leute in der Region gibt, die sich mit dem Verein verbunden fühlen. Da könne man schon stolz sein. Er selbst war es, der Monika Hauk gefragt hatte, ob sie sich vorstellen könne, eine Lok zu klöppeln. "Ich sagte, man kann alles klöppeln, wenn man ein Bild hat", erinnert sich Monika Hauk. Mit Hilfe eines Fotos ließ sie einen Klöppelbrief erstellen, eine Vorlage sozusagen, nach welcher die Handarbeit entstehen kann.

In 100 Arbeitsstunden entstand die Lok

In etwa hundert Arbeitsstunden gelang es der Hauptmannsgrünerin, die Lok der Rollbockbahn zu klöppeln. Karl-Heinz Meyer freute sich so sehr, als sie ihm die Klöppelei als Geschenk für den Verein überreichte. "Es ist schön, wenn man jemanden solch eine Freude bereiten kann", sagt Monika Hauk. Die Freude komme auf einen selbst zurück.

Ihr ist das wichtig, denn sie war krank, als sie vor sechs Jahren mit dem Klöppeln begann. Es sollte ein Ausgleich sein, etwas, das sie ablenken sollte und das sie gern tun würde." Eine Bekannte schlug ihr das Klöppeln vor, da sie doch schon immer Handarbeiten geliebt hätte. Monika Hauk erlernte die Handarbeit unter Anleitung. "Ich habe dann gemerkt, beim Klöppeln konnte ich abschalten, alles andere einmal vergessen."

Inzwischen hat sie schon ein Segelschiff, Weihnachtsmann, Anhänger für den Christbaum, die Weihnachtsbaumspitze und Blumen in Klöppelarbeit erstellt. Als nächstes sind Vögel an der Reihe, denn das Vogelhäuschen dafür hat sie schon geklöppelt.