Einen großartigen Menschen verloren

Verlust IHK-Präsident Dr. Franz Voigt ist vollkommen unerwartet verstorben

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Foto: Karsten Repert

Plauen. Die Industrie und Handelskammer beklagt einen unfassbaren Verlust. Eine ganze Region trauert. Der aus dem Vogtland stammende Präsident der IHK Chemnitz, Dr. h.c. Franz Voigt, ist einen Tag nach seinem 65sten Geburtstag gestorben.

Mit tiefer Betroffenheit haben die IHK-Mitglieder des Ehrenamtes, die Geschäftsführung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IHK vom Tod ihres Präsidenten erfahren. Franz Voigt wurde mitten aus dem Leben gerissen. Der Schock sitzt überall tief. "Wir verneigen uns vor einer bedeutenden Unternehmer-Persönlichkeit und einem großherzigen Menschen", schreibt die IHK und die Kammer teilt mit: "Ab Montag liegt in der IHK Chemnitz, Straße der Nationen 25, Raum 101 ein Kondolenzbuch aus."

Engagierter Ehrenamtler

Franz Voigt wurde am 12. Februar 1953 in Zwickau geboren. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder. Sein Studium des Bauwesens an der Technischen Universität Dresden schloss er als Diplomingenieur ab. Von 1977 bis 1990 war Franz Voigt im VEB STR Rodewisch tätig, zuletzt als Betriebsdirektor. Von Mai bis Juni 1990 war er Geschäftsführer der VSTR Treuhand GmbH, von Juli 1990 bis Dezember 2017 Geschäftsführer der VSTR GmbH Rodewisch. Ein paar Wochen nach seiner 40-jährigen Betriebszugehörigkeit ging er ab 1. Januar 2018 in den Ruhestand, gehörte aber seitdem dem Aufsichtsrat der VSTR AG Rodewisch an. Franz Voigt engagierte sich seit vielen Jahren ehrenamtlich.

Als Präsident der IHK trug er viel Verantwortung

1991 wurde er in die Vollversammlung gewählt, ab 1992 war er Präsident der Regionalkammer Plauen und Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Südwestsachsen Chemnitz-Plauen-Zwickau. Seit 2011 trug er als Präsident der IHK Chemnitz Verantwortung für die Interessenvertretung von 70.000 Mitgliedsunternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Kammerbezirk und war unermüdlich für die Unternehmen der Region unterwegs.

Er war von 1995 bis 2005 Vorstandsmitglied der Deutsch-Ungarischen Außenhandelskammer. Seit 1991 engagierte er sich als Mitglied im Präsidium und von 2007 bis 2010 als Präsident des Deutschen Asphaltverbandes. In diese Funktion wurde er 2016 wiedergewählt. Für seine außerordentlichen Aktivitäten wurde Dr. h.c. Franz Voigt 2010 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Er war Träger des Ehrenabzeichens der IHK Chemnitz in Gold. 2013 wurde ihm durch die Wolgograder Staatliche Agraruniversität der Titel "Ehrenprofessor" verliehen, 2016 verlieh ihm die St. Petersburger Universität für Architektur und Bauwesen die Ehrendoktorwürde.

Stimmen zum Tod von Franz Voigt

Ministerpräsident Michael Kretschmer: "Ich erinnere mich gern an unsere Begegnung zuletzt am Montag bei der IHK Chemnitz und sein plötzlicher Tod macht mich traurig. Franz Voigt war einer der mutigen und leidenschaftlichen Unternehmer der ersten Stunde, die nach der Wiedervereinigung die Soziale Marktwirtschaft in Sachsen mit aufgebaut haben. Er schrieb aus dem Vogtland heraus ganz aktiv an der sächsischen Erfolgsgeschichte mit. Ich bin in Gedanken bei seiner Familie und den Mitarbeitern seines Unternehmens."

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig: "Ich bin tief schockiert über den plötzlichen Tod von Franz Voigt. Sachsen verliert eine von allen geschätzte und engagierte Unternehmer-Persönlichkeit. Er hat sich über viele Jahre hinweg für die Belange der Mitgliedsunternehmen der IHK Südwestsachsen eingesetzt, seit 2011 als deren Präsident. Die Zusammenarbeit mit Franz Voigt war stets angenehm und konstruktiv. Er hatte mit den Themen Fachkräftemangel, Digitalisierung und Bildung immer die Zukunft fest im Blick. Mein Mitgefühl und meine Gedanken sind bei seiner Familie und Freunden."

Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas: "Unfassbar. Der plötzliche Tod von Franz Voigt macht mich sehr traurig. Mein Mitgefühl gilt besonders seiner Familie. Wie sehr hatte er sich doch auf mehr Zeit mit seinen Liebsten gefreut. Mit Franz Voigt verlieren wir einen herausragenden Unternehmer, engagierten Vogtländer und wertvollen Menschen."

Landtagsabgeordneter Sören Voigt: "Ich bin tief betroffen und schockiert. Noch am Montag habe ich Franz zum 65. Geburtstag gratuliert. Er hatte sich so auf seinen Ruhestand, mehr Zeit für seine Familie, die Enkel gefreut und wollte weiter für die Wirtschaft ehrenamtlich tätig sein. Das Vogtland verliert eine großartigen Unternehmer und Menschen. Ruhe in Frieden, Franz."