Einen Oskar für den Nachwuchs abgeräumt

Cheerleading Gymnasiastin Luisa Knoll trainiert zwei Teams - Kinder schauen zu ihr auf

Auerbach. Sie gewannen schon viele nationale und internationale Titel. Aber einen Oskar haben sie noch nie abgeräumt. Die Nachwuchstrainer der Auerbacher Cheerleader wurden kürzlich vom Verein "Kinderarche Sachsen" für ihr Engagement geehrt. Der Oskar wird monatlich an Personen und Institutionen in Sachsen verliehen, die mit ihrer Vorbildwirkung etwas bewegen. Luisa Knoll war bei der Ehrung in Dresden dabei. Stellvertretend für ein Dutzend Mädchen, die sich in Auerbach um den Cheerleader-Nachwuchs kümmern, nahm die Ellefelderin die Auszeichnung entgegen. Aktuell trainiert die 17-jährige Gymnasiastin zwei Cheerleader-Teams. Zwei Mal in der Woche macht sie die Trainings-Gruppen in der alten Seminar-Turnhalle fit für die Wettbewerbe. "Schön, dass unsere Arbeit gewürdigt wird. Es ermutigt mich, weiterzumachen." Vor allem vor Wettkämpfen müssen Familie und ihr Freund manchmal hinten anstehen. "Da trainieren wir bis zu vier Mal in der Woche." Doch der Aufwand lohnt sich. Sie selbst startete in diesem Jahr bei den Weltmeisterschaften in Orlando (Florida). Bei starker Konkurrenz holte das Team einen beachtlichen achten Platz. "Das war riesig." Die jüngeren Cheerleader haben also genügend Motivation. Das kommt der ehrgeizigen Schülerin entgegen. "Ich wollte schon immer mit Kindern arbeiten." Für den Trainerschein opferte sie so manches Wochenende. Melanie Prix aus Lengenfeld zieht den Hut vor dem Teenager. Vor einiger Zeit gab die Lengenfelderin ihre Tochter Jasmin in die Obhut der jungen Trainerin. "Bei den Vogtlandspielen habe ich erst mal gemerkt, was für ein Aufwand dahinter steckt. Dickes Kompliment."