Einheit erlebt eine Sternstunde

Handball Plauener reißen verloren geglaubtes Spiel aus dem Feuer

Sternstunden sind ganz selten. Der HC Einheit erwischte im Spitzenspiel gegen Concordia Delitzsch ein solches Zeitfenster. Im Plauener Fahrstuhl kam Trainer Silvio Fuchs zwölf Minuten vor Ultimo zum Stehen: "Wir lagen fünf Tore zurück gegen eine absolute Spitzenmannschaft. Das Ding war verloren", glaubte selbst der Coach nicht mehr an die Wende, wie er dem BLICK-Reporter gestand. Doch seine Handballer wollten sich vor der Rekordkulisse von 853 Zuschauern "wenigstens mit Herz und Anstand bedanken. Wir haben einfach nicht aufgehört, zu kämpfen", konnte Filip Turecek nur ansatzweise erklären, was da in den Köpfen der Rotweißen vor sich ging.

"Der Druck war weg und von dem Moment haben wir endlich das gemacht, was uns zuvor überhaupt nicht gelungen ist", staunte Trainer Silvio Fuchs. Binnen vier Minuten beantwortete der HCE jeden Ballverlust der Gäste mit einem Tor: 21:21 - die Halle tobte. Als dann Sebastian Gruber mit einem Doppelpack die Plauener mit 24:22 in Führung warf, gab es kein Halten mehr. "Wahnsinn. Wenn jemand am Charakter dieser Mannschaft gezweifelt hat, dürfte es nun keine Fragen mehr geben", blickt Silvio Fuchs auf die nächsten Spiele. Nach dem 25:24-Erfolg haben die verlustpunktfreien Vogtländer nun vier Zähler Vorsprung. Doch schon am kommenden Samstag droht abermals Gefahr. Einheit muss beim Tabellenfünften HSV Dresden ran. "Vorstand, Trainer und Fans sind erst zufrieden, wenn wir nun auch die letzten vier Spiele der Hinrunde gewinnen", gibt Silvio Fuchs die Richtung vor. Die Gegner heißen: HSV Dresden (A/10.11.), EHV Aue II (H/17.11.), Zwönitz (A/1.12.) und Neudorf/Döbeln (H/8.12.).