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Sachsen

Einige Wohnraumprognosen waren falsch

Rückblick Vor zehn Jahren rollten die ersten Abrissbagger durch Plauen

Plauen. 

Genau vor zehn Jahren ging es richtig los. Damals starteten die Abrissbagger in den beiden größten Plattenbau-Siedlungen der Spitzenstadt. Plauen schien zu jenem Zeitpunkt regelrecht auszubluten. Durch den wachsenden Wohnungs-Leerstand in Chrieschwitz und im Mammengebiet geriet die Wohnungsbaugesellschaft Plauen (WbG) massiv unter öffentlichen Druck. Der damalige Geschäftsführer Hellfried Unglaub erzählte dem BLICK seinerzeit: "Nach kaufmännischen Gesichtspunkten müsste ich sofort 1.000 Wohnungen abreißen. Aber solch ein Szenario bringt doch kein Mensch übers Herz." Dennoch musste das riesige Unternehmen sich und den Wohnungsmarkt gesundschrumpfen. Auch heute noch muss Unglaub-Nachfolger Frank Thiele feststellen: "Der Plauener Wohnungsmarkt ist nicht so ganz einfach. Es ist von daher eine große Kunst, genau Maß zu halten." Der aktuelle WbG-Geschäftsführer hat mit seinen Mitarbeitern und 13.000 Mietern vergangene Woche aber freudig Jubiläum gefeiert. Vor 25 Jahren ging das Unternehmen als Nachfolger der Gebäudewirtschaft an den Start. Neben 15.200 eigenen Wohnungen hatte man 8.000 Wohnungen in Fremdverwaltung übernommen. Aus dieser damals maroden Substanz ein Gewinngeschäft zu machen, das hielten seinerzeit etliche Experten für nicht machbar. Die WbG hat es trotzdem geschafft. Entgegen der damals erstellten Prognosen hat sich in der Stadt Plauen übrigens auch der Einwohnerverlust entwickelt. Und: Auch das Wohnen in den Plattenbausiedlungen ist nach erfolgter Sanierung angesagt. kare



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