Eins der schwersten Auswärtsspiele

Handball Der SV 04 Oberlosa ist am Samstag in Aschersleben kein Favorit

Plauen. 

Plauen. Das Jahr 2019 könnte das ganz große Jahr des SV 04 Oberlosa (2. Platz | 27:7 Punkte) werden. "Dabei geht es viel weniger um den möglichen Aufstieg, sondern vielmehr darum, die entscheidenden Stellschrauben weiter in die richtige Richtung zu drehen", betont Vereins-Chef Prof. Dr. Bernd Märtner. Zum jüngsten Heimspiel gegen Köthen (32:24) hatte Jörg Schmidt als Fraktions-Chef der CDU im Plauener Stadtrat verkündet, "dass die Planungen für einen Hallenneubau fortgeschritten sind und ich zuversichtlich bin, dass 2021 in der neuen Arena gespielt wird." Auch sportlich entwickelt sich der SV 04 immer weiter. In der Mitteldeutschen Oberliga spielen die Plauener zu Hause (17:1 Punkte) den erfolgreichsten Handball. Auswärts (10:6 Punkte) leisten sich die Vogtländer jedoch noch zu viele "Ausreißer".

Verantwortliche nehmen den nächsten Gegner ernst

Ganz akribisch bereitet deshalb SV-Trainer Petr Hazl sein Team auf den HC Aschersleben (6. Platz | 19:15 Punkte) vor. "Unser Gegner bringt es in der Heimbilanz auf 13:5 Punkte. Wir fahren also nicht als Favorit nach Aschersleben", redet der Coach den Plauener Spielern ins Gewissen. Im Videostudium wird sich die Mannschaft vorbereiten auf das Ballhaus Aschersleben, wo im Seegraben schon etliche Teams versanken. SV-Abteilungsleiter Rico Michel ist äußerst angespannt: "Der HC Aschersleben gehört spielerisch zu den Besten der Liga. Körperliche Nachteile gleicht die Mannschaft von Doppel-Olympiasieger Dimitri Filippov durch Schnelligkeit und technisch versiertes Spiel aus." Insbesondere im heimischen Ballhaus sind die selbst ernannten "Alligators" eine Macht.

Hinspiel ist noch im Gedächtnis

Wer sich an das Hinspiel erinnert, der hat sofort Carsten Kommoß vor Augen. Denn Oberlosa gewann zwar dieses Spiel mit 32:30, Kommoß aber erzielte 17 Treffer und lehrte damit den Vogtländer das Fürchten. Der 22-jährige Linus Roth macht sich "aber trotz der schwierigen Aufgabe keine Sorgen. Wir sind verdammt gut drauf. Und wir wollen dieses Jahr noch erfolgreicher sein als 2018." Im Kalenderjahr 2019 trumpften die Spitzenstädter mit zwei in dieser Deutlichkeit nicht zu erwartenden Siege auf. Nach dem Auswärtserfolg in Köthen (30:25) und zu Hause gegen Delitzsch (32:24) will man den nächsten Doppelpunktgewinn verbuchen. Bis auf Paul Richter (Fingerverletzung) sind alle Akteure aus der Vorwoche fit. Das nächste Heimspiel bestreitet der SV 04 Oberlosa dann am 9. Februar gegen den HC Einheit Plauen.