Einsatz für Barrierefreiheit: Ehrenamtler des VdK macht Plauen menschlicher

Harald Seelbinder erhielt Stadtplakette

Plauen

Harald Seelbinder ist Träger der 65. Stadtplakette. Die hohe Auszeichnung erhielt er am Freitagabend während einer Festveranstaltung der Stadt Plauen in der Malzhausgalerie. Oberbürgermeister Steffen Zenner (CDU) übergab die Urkunde.

Ehrenamt als Berufung

Laudator Friedhard Schürer – er ist der Vorsitzender des VdK-Kreisverbandes Vogtland - beschrieb seinen Freund und Weggefährten als jemanden, der das Ehrenamt nicht als Pflicht, sondern als Berufung versteht. Sein Credo lautet: „Man ist nicht behindert, man wird behindert.“ Für ihn ist dieses Zitat keine Phrase, sondern tägliche Motivation, hieß es in der Laudatio.

Barrierefreiheit stets im Blick

In der Arbeitsgruppe Behindertenhilfe der Stadt setzt sich der Ehrenamtler für Barrierefreiheit bei Baumaßnahmen an öffentlichen Einrichtungen und Arztpraxen, sowie eine gerechte Unterstützung durch die Krankenkassen ein. Durch sein Engagement mache er die Stadt nicht nur besser, sondern auch menschlicher. Mit großem Interesse nimmt der Ausgezeichnete an den Sitzungen der Arbeitsgruppe des ÖPNV des Vogtlandkreises teil.

Gründungsmitglied des VdK nach der Wende

Als Gründungsmitglied des VdK half der Spitzenstädter mit, diesen wichtigen Verband ab 1990 aufzubauen. Fortan engagierte sich der heute 69-Jährige im Behindertensport. So rief er 1995 die Selbsthilfegruppe „Junge Behinderte“ ins Leben. Während der Corona-Pandemie ließ er den Kontakt zu den Mitgliedern nicht abbrechen, blickte der VdK-Chef auf diese Zeit zurück. Der neue Stadtplakettenträger war ein Vierteljahrhundert stellvertretenden Vorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Plauen und ist heute Ehrenmitglied.

Der Weg zurück ins Leben

Anfang der 1980er Jahre ereilte den Computerfachmann ein Schicksalsschlag. Eine Tumor-Operation im Rückenmark lähmte einen Teil seines Körpers. Ohne die Möglichkeit auf Reha musste sich seinen Weg zurück ins Leben selbst erkämpfen. Aus dieser Widerstandskraft erwuchs seine Stärke, sich für andere Menschen, die mit körperlichen Einschränkungen leben müssen, einzusetzen.

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