Plauen. 2.400 Beschäftigte haben in Spitzenzeiten in der Plamag gearbeitet. Bis heute erinnern sich die älteren Zeitgenossen an diesen so erfolgreichen Maschinenbaubetrieb. Die Plamag in Plauen war zwischenzeitlich Europas größte Druckmaschinenfabrik, die von 1946 bis 2012 eine wichtige Rolle im Maschinenbau spielte. Ein Verein würdigt das Erbe und das Plamag-Vermächtnis. Der Plamag Traditionsverein e.V. mit Udo Meier als 1. Vorsitzenden an der Spitze feiert in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag.
Das 6. Plamag-Treffen
Neben dem Vereinsgeburtstag freuen sich alle Plamagianer auf das 6. Plamag-Treffen am 23. Oktober (17 bis 24 Uhr). Vorstandsmitglied Peter Trommer kündigt an: „Alle ehemaligen Mitarbeitenden und alle sonstigen Interessierten sind herzlich eingeladen und willkommen in der Biller-Veranstaltungshalle. Der Kartenverkauf beginnt am 1. Juli 2026.“ Wie in den Vorjahren auch kosten die Eintrittskarten 5 Euro das Stück. Sie werden ausschließlich vom Dienstleistungsservice Gerd Beier am Klostermarkt 1 vertrieben. Übrigens: Jener Gerd Beier gehörte als international erfahrener Monteur zu den Spezialkräften des Unternehmens. Die Plamag war ein Unternehmen, welches sich aus erstklassigen Fachkräften rekrutierte.
Der Betrieb genoss einst weltweit großes Ansehen
Ingeborg Horn gehört zum Vorstand des 68 Mitglieder starken Vereins, der das Erbe verwaltet und es würdig präsentiert. „Wir würden uns freuen, wenn wieder 300 oder sogar mehr Leute zum 6. Plamag-Treffen kommen. Es ist immer wieder eine große Freude, viele Weggefährten zu treffen.“ Vorstandsfrau Rosi Müller schwärmt: „Unsere Druckmaschinen waren in über 40 Ländern im Einsatz. Die Plamag aus Plauen hatte einst Weltruf.“ Zum Plamag-Treffen werden einige interessante Dokumente und Raritäten auftauchen.
Erinnerungskultur
Die ehrenamtliche Arbeit der Vereinsvorstände ist eminent wichtig. Denn so bleibt nun für die Nachwelt ein ganz tolles, riesiges Erinnerungsalbum erhalten. Das digitale Museum der Plamag wächst und wächst. In dieses Internetmuseum kann jeder Interessierte kostenfrei eintreten. Es wurde jetzt ganz viel historisches Material digitalisiert. Über 6.000 Zeitungsseiten, neue Bilder aus den Betriebszeitungen und drei Filme/Videos sind zugänglich. Auf der Internetseite www.plamagianer-treffen.de kann man sich umschauen. Die Internetpräsenz unseres Vereins wurde stark überarbeitet und bietet sie bietet jetzt ein sehr breites Angebot an historischen Dokumenten der Plamag an. Hervorzuheben ist der komplette Bestand der Betriebszeitungen „Plamag-Aktivist“ von der ersten Ausgabe 1948 bis zum letzten Exemplar 1989. Auf über 6.000 Seiten sind Zeitzeugnisse der Plamag nachlesbar. Die Zeitungen wurden professionell eingescannt und können von jedermann angesehen werden.
Plamag-Bildkalender 2027 in Arbeit
Der Vorstand des Vereins entschied sich, für 2027 wieder einen Fotokalender zu erstellen. Die Vorarbeiten sind gegenwärtig im Gange. Neben dem Angebot, den Kalender zum 6. Plamagianer-Treffen zu erwerben, wird der Kalender nach dem 23. Oktober auch beim Dienstleistungs-Service Gerd Beier, Klostermarkt 6, erhältlich sein.
2015 gab es das 1. Plamag-Treffen
Die Plamag war über 40 Jahre DDR bekannt für ihre präzisen Druckmaschinen. Sie war nach dem Fall der Mauer im wiedervereinigten Deutschland ein Teil der MAN Roland Druckmaschinen AG. Im Dezember 2012 beschlossen die Verantwortlichen trotz vieler Proteste der Plauener und auch zahlreicher Politiker die Schließung. Manroland (Vorgänger Plamag) machte im März 2013 dicht. Der Nachfolger - die heutige Plamag GmbH - beschäftigt 140 Mitarbeiter, hat jedoch mit den ursprünglichen Produktionslinien nichts mehr zu tun. Und so bleibt den vielen ehemaligen Beschäftigten nur die Erinnerung, die man 2015 zum 1. Plamag-Treffen erstmals bei einem Wiedersehen gemeinsam teilte. Es folgten vier weitere Treffen und nun steht die sechste Zusammenkunft an.
Besucherinformationen zum Plamag-Treffen
Wichtig: Die Organisatoren bitten darum, bereits frühzeitig den Kartenverkauf zu nutzen, um besser planen zu können. Besucherinfos: Der Zugang zur Biller-Festhalle kann auch direkt über das Parkhaus erfolgen. Dort stehen kostenfreie Parkplätze zur Verfügung. Das Parkhaus ist auch außerhalb der Öffnungszeiten des Möbelhauses Biller geöffnet und somit auch bis Mitternacht zugänglich, wenn die Veranstaltung endet.
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