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Ellefelder Gnadenhof geht das Geld aus

Ehrenamt Besuche mit mobilem Streichelzoo sind wegen Corona gestrichen

Ellefeld. 

Ellefeld. Ohne Eile aber mit der Gewissheit, etwas Fressbares zu finden, trabt "Carlo" zur Futterkrippe. Seit vielen Jahren lebt das Pony gemeinsam mit Artgenossen auf dem Tiergnadenhof von Matthias Stark. Doch in Corona-Zeiten hat sich auch hier einiges verändert. Besuche mit dem mobilen Streichelzoo oder Ponyreiten fallen wegen der Pandemie-Beschränkungen weg. Besonders beliebt sind Tierbesuche in Seniorenheimen, Kitas und Schulen. Dort hat man gerade mit anderen Problemen zu kämpfen. Dadurch bleiben Einnahmen für den Gnadenhof aus.

Der Tierschützer, der an einer Förderschule unterrichtet, macht sich wegen der finanziellen Engpässe Sorgen. "Unser Verein hat momentan keine Einnahmen mehr." Familie Stark und die Helfer betreuen fast 140 Tiere. Alle haben sie einen Pass mit Namen. Auf dem Hof tummeln sich unter anderem Schafe, Ziegen, Pferde, Esel und Alpakas. Wegen der begrenzten Platzkapazitäten werden nur Notfälle aufgenommen. "Bis jetzt haben wir immer eine Lösung gefunden", blickte der 59-Jährige auf zehn Jahre Vereinsarbeit zurück. Im Umfeld des Gnadenhofes gibt es von früh bis spät viel zu tun. "Insgesamt ist der Aufwand enorm", weiß Stark. Allein in der kalten Jahreszeit werden zur Versorgung der gestrandeten Tiere 120 Rundballen Heu benötigt. Die Situation ist angespannt. Kosten entstehen beispielsweise durch Wasserverbrauch, Futter und den Tierarzt.

Viele Tierfreunde, die den Gnadenhof sonst regelmäßig unterstützten, gerieten in den vergangenen Wochen teilweise selbst in Existenznot. Weil das Geld zur Versorgung der Tiere immer knapper wird, bat der Ellefelder nun offiziell um Spenden. "Ich habe 30 Briefe verschickt", verriet er. Soforthilfen kamen von der Gemeinde, der Sparkasse sowie Autohäusern. Um die enormen Verluste auszugleichen, bittet der Vereinschef um weitere Spenden. Spendenkonto: Sparkasse Vogtland, Gnadenhof für Tiere e.V., IBAN: DE96 8705 8000 3520 0113 00.