Elsterberger Burgruine fällt auseinander

Notsicherung Fördermittelantrag für Sicherung hat nun die oberste Priorität

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Dieser Teil der Burgruine gegenüber dem Hauptzugang gilt als besonders gefährdet. Foto: Thomas Voigt

Elsterberg. Der Zustand der Elsterberger Burgruine und das für nächstes Jahr geplante Heimat- und Ruinenfest zwingt die Verantwortlichen zum schnellen Handeln. Neben dem Abschnitt unweit des Rundweges am Ehrenmal für Kriegsopfer - dort brach bereits ein größeres Mauerstück heraus - gilt der Bereich gegenüber dem Ruinen-Hauptzugangsweg nach Einschätzung Karl-Heinz Krell als besonders kritisch.

"Dort sind Rückverankerungen und Injektionen nötig." Laut dem Bausachverständigen, der schon mit der Sanierung der Osterburg in Weida beauftragt war, sollten diese Arbeiten nur von Spezialfirmen ausgeführt werden. Er wolle mit den ihm bekannten Fachbetrieben Kontakt aufnehmen. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen würde die Absicherung des genannten Abschnittes am Hauptzugangsweg rund 110 000 Euro kosten. Der Fördersatz für die Notsicherungsmaßnahme liegt bei 60 Prozent.

Mögliche Sperrungen während des Ruinenfests

Den Verantwortlichen sitzt die Zeit im Nacken. Spätesten im Frühjahr nächsten Jahres müssen die Arbeiten vor Ort beginnen. Aufgrund der angespannten Situation sagte die Stadt das traditionelle Mittelalterfest im Gelände der Burgruine für Juli 2018 ab. Einige Bereiche des Areals sind bereits gesperrt. Laut Stadtkämmerin Evelyn Rus sollen die Unterlagen für den Fördermittelantrag Anfang Dezember soweit fertig sein. Rathauschef Sandro Bauroth sieht den Dingen mit gemischten Gefühlen entgegen.

"Die Sicherheit geht vor. Ich lasse mich auf keine Spielchen ein." Falls es notwendig wird, komme für ihn auch die Sperrung besonders gefährdeter Abschnitte während des geplanten Fests im Sommer in Betracht.