Elsterbergs Wahrzeichen bröckelt

Burgruine Die Risse ziehen sich teilweise durch das gesamte Mauerwerk

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Tiefe Risse und Pflanzenbewuchs destabilisieren das Mauerwerk. Foto: Thomas Voigt

Elsterberg. Tiefe Risse, stark ausgewaschene Fugen und Pflanzen deren Wurzeln sich ins Mauerwerk fressen. Vogtlands größte Burgruine bröckelt gewaltig. Unlängst brachen sogar schon Steine der äußeren Mauer am Rundweg heraus. Bei den Elsterberger Stadträten läuten die Alarmglocken. Im August nächsten Jahres soll hier das Ruinen- und Heimatfest stattfinden. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Burgruine in keinem guten Zustand

Zur jüngsten Stadtratssitzung stellte Karl-Heinz Krell vom gleichnamigen Elsterberger Ingenieurbüro seine Konzeption zum Erhalt des städtischen Wahrzeichens vor. Je länger die Ausführungen des Bausachverständigen dauerten, umso nachdenklicher wurden die Minen der Räte. Krell sprach von einer "ernsten Situation und instabilen Zuständen". Ein besonders kritischer Abschnitt sei der Bereich gegenüber dem Burgeingang. "Der ist statisch sehr bedenklich." Laut Krell bedarf es nicht nur in diesem Abschnitt einer ständigen Überwachung.

Bis zum Ruinenfest soll alles wieder sicher sein

Es bestehe die Gefahr plötzlicher Einbrüche. "Ältere Natursteinmauern sind unberechenbar." In den besonders gefährdeten Bereichen müsse zunächst der Bewuchs zeitnah entfernt werden. Bei so manchem Riss beschlich Krell ein mulmiges Gefühl. "Manche Rissverläufe gehen durchs gesamte Mauerwerk." In einem schlechten Zustand seien auch die Mauerkronen sowie verschiedene Treppen im gesamten Bereich der Burgruine. Nun soll ein Förderprogramm für Notsicherungs-Maßnahmen greifen. Um letztlich das Ruinenfest abzusichern, müsse spätestens im kommenden Frühjahr etwas passieren.

Darin sind sich die Räte einig. Nach ersten Schätzungen kostet die gesamte Sanierung der Ruine rund 341.000 Euro. Krell bezog sich auf Erfahrungswerte von der Osterburg in Weida. Dort betreute er während Sanierungsarbeiten über einen Kilometer Mauerwerk. Allerdings sei es nicht ausgeschlossen, dass es im Fall der Burgruine Elsterberg teurer werden könnte.