Elstertalbrücke, Talsperre und Nackedeis beim Festumzug in Jocketa

Festumzug 600 Jahre Jocketa und 625 Jahre Barthmühle

Jocketa. 

Jocketa. Der heutige Festumzug war zweifelsohne der Höhepunkt für die Jubiläen 600 Jahre Jocketa und 625 Jahre Barthmühle. Bei schönstem Sonnenschein war den Jubilaren ein Fest vergönnt, welches die Besucher in Scharen anlockte. Punkt 14 Uhr gab Ines Lindenau, die die Fäden beim Umzug zusammenhielt, das Kommando für den Start. Angeführt wurde die Zeitreise in Bildern von Steffen Fischer, dem Chronisten. Einvernehmlich kam dann ein Paar daher: Als Herr Jocketa und Frau Barthmühle verraten Steffi und Albrecht Seidel beide Orte. Im wirklichen Leben sind beide seit 35 Jahren verheiratet, verrieten sie. De Gockeschen durften natürlich nicht fehlen im Festumzug. Mit Gitarre und Gesang zogen sie mit.

Erinnert wurde mit Bildern an die Elstertalbrücke, welche von historisch Uniformierten von der Bahn begleitet wurde. Auch der Bau der Talsperre fehlte nicht auf einem Festwagen. "Ohne die Elstertalbrücke und die Talsperre hätte sich Jocketa nie so entwickelt", sagte Ines Lindenau. Die Schulkinder von der Jocketaer Grundschule trugen Pionierkleidung, wie sie in der DDR üblich war. Die Helmsgrüner lachten schelmisch: Sie hatten zwei Gummi-Nackedeis dabei und brachen damit eine Lanze für den FKK-Strand an der Pöhl. Gute Laune versprühte der Jocketaer Carnevalclub, der mit einer Polonaise zum Lied "Mit fallen gleich die Löcher aus dem Käse" die Straße entlang zog. Der Ruppertsgrüner Männergesangverein und der Dorf- und Heimatverein Möschwitz, auch Frisör und Beautysalon fehlten nicht. Für die vielen Zuschauer, die die Straßenränder säumten, gab es Rosen, Bier gab's von der Brauerei und natürlich Bonbons, die durch die Luft flogen. 30 Bilder ließen eine erlebnisreiche Zeitreise in die Geschichte der beiden Orte Jocketa und Barthmühle zu. Das sei eine große Leistung für einen kleinen Ort, meinte einer Besucherin anerkennend.