Endspurt bei der Apfelernte

Saftproduktion Kelterei will in neue Tanks investieren

Mylau. Hochbetrieb herrscht in diesen Tagen in der Kelterei Mylau. Bis zu 40 Tonnen Äpfel geben die Leute am Robert-Georgi-Weg und an weiteren Annahmestellen der Genossenschaft täglich ab. Mosterei-Chef Bernd Beer krempelt mit seiner zwölfköpfigen Mannschaft die Ärmel hoch. "Ich bin ganz zufrieden mit der Saison." Voriges Jahr übernahm der 29-Jährige das Kommando in der Kelterei. Der Oberpfälzer will das Unternehmen auf Kurs halten und für die Zukunft fit machen. Investitionen bleiben da nicht aus. "Wir haben in diesem Jahr den Fußboden in unserer Halle erneuert und eine neue Kühlanlage installiert." Auch im nächsten Jahr sind Veränderungen geplant, verriet der Herr der Äpfel. "Wenn alles klappt, werden neue Tanks aufgestellt." 2009 kam das Unternehmen kurzzeitig in wirtschaftliche Turbulenzen und musste Insolvenz anmelden. Für die Apfel-Lieferanten hatte das damals keine Auswirkungen. Die Kelterei war keinen Tag geschlossen. Heute blickt das Team nur noch nach vorn. "In dieser Saison kamen viele Neukunden dazu." Für die Abgabe der Äpfel bekommen die Leute Saft zu einem günstigen Preis oder Bares ausgezahlt. Wer jetzt noch Äpfel in Mylau abgeben möchte, muss sich sputen. Nur noch bis zum 5. November bleibt die Annahme geöffnet.