Engel und ihre Botschaften

Weihnachtsausstellung Die himmlischen Boten aus Wachs gießen

Um Engel und ihre Botschaften geht es in der Weihnachtsschau "Himmlische Boten", die der Heimatverein Pausa auf die Beine gestellt hat. Am heutigen Samstag kann man bei Ute Arnold, die die Schau im Heimateck konzipiert hat, Kerzen ziehen und Engel aus Wachs gießen. Heute und auch am Sonntag ist die Ausstellung von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet.

"Die ältesten sind Holzengel von Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts", sagt Ute Arnold. Die jüngsten Engel hat die Pausaer Klöppelgruppe um Petra Haustein angefertigt. Sie sind aus Holz und haben geklöppelte goldene Flügel. Auch moderne Engel ohne Gesicht aus dem Erzgebirge sind dabei. Der größte Engel ist einen knappen Meter groß, der kleinste anderthalb Zentimeter. Sie bestehen aus Holz, Porzellan, Keramik, Eisenkunstguss, Bronze und Marmor. Der Kindergarten Pausa hat Engel aus Papier gebastelt. Dazu kommen Engel auf Bettwäsche und eine Engel-Schießscheibe von 1822. Die sogenannten "geflügelte Jahresendfiguren", wie die DDR die Engel umbenannte, fehlen auch nicht. Die Engelordnung nach Thomas von Aquin (1226-1276) ist in der Schau nachzulesen. Und die Engel der Luther-Bibel von 1534 sind anzuschauen. Auf 14 Schautafeln erfährt man viel Wissenswertes über die himmlischen Boten, ihre Bedeutung und ihre Botschaften. Engel stehen als poetische Metapher für Liebe, Geborgenheit, Gewissen, Frieden, Trost und Hoffnung. Sei es als Taufengel oder Schutzengel, von welchem man sagt, dass er vor Gefahren und bösen Geistern bewahrt. Sei es als Grabengel oder Erzengel, zu welchen Michael, Raphael, Gabriel und Uriel zählen. Wer will, kann sich gemütlich aufs Sofa in der Ecke setzen und das Filmchen "Ein Münchner im Himmel", die Geschichte des Dienstherrn Alousius nach Ludwig Thoma anschauen. Die Ausstellung im Heimateck ist auch vom 25. bis 27. Dezember, jeweils von 14 bis 17.30 Uhr, zu besichtigen.