Er begann als ein Park für Könige

Historie Die Geschichte des Lengenfelder Stadtparks

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Alte knorrige Bäume machen den Park besonders. Foto: Simone Zeh

Lengenfeld. Die Geburtsstunde des Lengenfelder Stadtparks, in dem seit 1909 alle zwei Jahre das Lengenfelder Parkfest gefeiert wird, war der Besuch von König Friedrich August III. von Sachsen am 24. August 1905 in Lengenfeld.

Aus Freude über den Besuch des Königs und anlässlich des 75-jährigen Betriebsjubiläums seiner Filztuchfabrik Gottlob Friedrich Thomas & Sohn hatte der Lengenfelder Stadtrat Fritz Thomas (1859-1921) 10.000 Mark für die Anlegung eines Waldparks gestiftet. Damit konnten die Grundstücke (etwa 1,8 Hektar) für die künftige Parkanlage auf dem Gelände des Lengenfelder Pöhl erworben werden.

110 Jahre Parkgeschichte

Dazu kam noch die Stiftung des in Lengenfeld geborenen Kaufmanns Bernhard Roth aus München. So konnte auf Beschluss des Stadtrates im August 1906 die Aufträge für die Anlegung eines Naturparkes an Gartenarchitekt Hans Pfitzner aus Freiberg und Baumschulenbesitzer C.W. Schwarz aus Einsiedel bei Chemnitz vergeben werden.

Die Kosten beliefen sich auf 30.855 Mark. Dann kam die Idee auf, ein Restaurant im Park zu errichten. Erneut war es Stadtrat Fritz Thomas, der dafür ein Darlehen von 30.000 Mark zur Verfügung stellte.

Bereits nach fünf Monaten Bauzeit konnte am 16. November 1907 die fertige Parkgaststätte übergeben werden. Elf Tage später, am 28. November 1907, wurde auch der fertiggestellte Park übergeben. Geblieben ist bis heute die schöne Tradition des Parkfestes.