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Erfal: Wer ist der Neue an der Seite von Firmengründer Jörg Erler?

Wirtschaft Unternehmen macht sich für die Zukunft fit

 

Falkenstein. Das Unternehmen Erfal verstärkt sich in der Geschäftsführung. Das teilte der Industriebtrieb vergangene Woche mit. Seit mehr als 35 Jahren ist Erfal als Produzent von hochwertigen Sonnen- und Insektenschutzsystemen tätig und zählt zu den bekanntesten Unternehmen in der Sonnenschutzbranche in Deutschland. Markus Milde wird ab 1. Januar 2020 an der Seite von Firmengründer und Gesellschafter Jörg Erler das Unternehmen leiten. Aktuell beschäftigt Erfal 450 Mitarbeiter, 18 Auszubildende und einen BA-Studenten. Wie sich einer der größten Arbeitgeber des Vogtlandes fit macht für die Zukunft, das wollte der BLICK-Reporter wissen. Dass dabei 30 Jahre nach dem Mauerfall sogar ein Stück gesamtdeutsche Geschichte eine Rolle spielt, macht diesen eigentlichen Familienbetrieb in der nächsten Generation vielleicht noch stärker.

Markus Milde ist 41 Jahre jung und kommt aus Nürnberg

Wie so oft im Leben haben nämlich auch in Falkenstein ein paar Zufälle ganz gut zusammengepasst. Markus Milde ist 41 Jahre jung und der Mann kommt aus Nürnberg. Oh! Schon wird man im Vogtland skeptisch. Droht jetzt auch hier die "Feindliche Übernahme" aus dem Westen? Jörg Erler lacht. Der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens klärt auf: "Markus Milde ist bereits seit September 2018 bei uns im Unternehmen tätig. Er kennt Erfal jedoch aufgrund seiner früheren Beratertätigkeit schon einige Zeit länger." Hintergrund war die umfassende Digitalisierung. Erfal brauchte eine elektronische Datenverarbeitung, die maßgeschneidert zum Unternehmen passte. "Genau das findet man nicht an jeder Ecke", erinnert sich der Software-Experte. Während dieses Prozesses lernte Markus Milde die Vogtländer kennen. Er wurde zum Consulter, also zum Firmenberater, der Lösungen suchte, damit die Mitarbeiter effizienter zum Ziel kommen können. Dem Datenverarbeiter fiel schnell auf: "Die Menschen im Vogtland und Franken sind jeweils ein eigens Völkchen. Aber ihre Probleme sind die gleichen und sie sind beiden liebenswert."

"Das größte Kapital von Erfal sind und bleiben die Mitarbeiter."

So wurde Erfal in den vergangen Jahren zu einem Familienunternehmen mit moderner Verbindlichkeit. Dazu muss man wissen, dass sich der Firmenname aus Erler Falkenstein (Erfal) zusammensetzt. Jörg Erler erzählt: "Markus Milde hat sich auf die Bedürfnisse unserer Leute eingelassen und mit ihnen auf Augenhöhe die Softwareprozesse im Unternehmen fit gemacht für die Zukunft. Er ist in unserem Betrieb angekommen und genießt große Akzeptanz." Von außen betrachtet, haben zwei wesentliche Gründe dafür gesorgt. Zum einen betont Markus Milde: "Das größte Kapital von Erfal sind und bleiben die Mitarbeiter." Mit Respekt spricht der IT-Fachmann als hemdsärmeliger "Einwanderer" vom handwerklichen Geschick der fleißigen Vogtländer. Und weil sich der Franke auch noch in eine Vogtländerin verliebte, fand Markus Milde hier eine zweite Heimat. "Nun ist er einer von uns", sagt Jörg Erler.

Am Standort Falkenstein sind Investitionen geplant

Hintergrund: Das Falkensteiner Unternehmen gehört zu den größten Arbeitgebern der Region im produzierenden Gewerbe. Durch die eigene Fuhrparkflotte mit mehr als 50 Fahrzeugen werden Deutschland, Österreich, Schweiz und die Niederlande beliefert. Der Umsatz des Unternehmens betrug im Jahr 2018 rund 44 Millionen Euro und kann auch 2019 gesteigert werden. Erfal befindet sich im Wandel und stellt sich damit den Anforderungen der Zukunft. Dies betrifft auf der einen Seite interne Veränderungsprozesse, wie Industrie 4.0 und Digitalisierung aber auch Anpassungen an Entwicklungen des Marktes. "Für den Standort Falkenstein sind in den nächsten Monaten Investitionen im siebenstelligen Bereich geplant", verkünden Jörg Erler und Markus Milde.

 

 



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