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Erich Ohser: Ein Künstler und sein Echo

Ausstellung Bunte Begegnung mit dem begnadeten Zeichner und Illustrator

Plauen. 

Plauen. Seine pfiffigen Witzbilder und scharfen politischen Karikaturen wirken bis heute nach. Unter dem Titel "Ein Künstler und sein Echo" wird im Erich-Ohser-Haus eine neue Ausstellung zum begnadeten Zeichner und Illustrator präsentiert. Sie steht im Kontext zum 25-jährigen Bestehen der e.o.plauen Gesellschaft. Eines der Ausstellungs-Themen beschäftigt sich mit dem Echo auf die einzigartigen Bildgeschichten von "Vater und Sohn". Stolz verwies Kuratorin Elke Schulze auf den Ankauf eines weiteren Originals aus den 1930er Jahren. Es gehe darum, nachfolgenden Generationen, einen Schatz zu sichern.

Ausstellung bis April geöffnet

Ein Original-Plakat aus Ohsers Studentenzeit gibt Einblicke in den zupackenden Gestaltungswillen des gebürtigen Vogtländers, der als junger Mann in Plauen eine Schlosser-Lehre absolvierte. Ein weiterer Themenkomplex beschäftigt sich in einer "bunten Begegnung" mit den e.o.plauen Förderpreisträgern. Seit 1995 vergibt die Stadt Plauen gemeinsam mit der Gesellschaft diesen Preis. Schulze sprach von einem "vielstimmigen künstlerischen Echo", das von den Preisträgern ausgeht. Garniert wird das Ganze mit Impressionen aus der 25-jährigen Vereinsgeschichte.

Besucher entdecken eine muntere Abfolge von Fotos, Plakaten und Dokumenten. Ein weiteres Kapitel beleuchtet Ohsers Wirken im Nationalsozialismus. Als Pressezeichner und politischer Karikaturist gerät der Freund von Erich Kästner zunehmend ins Machtgefüge nationalsozialistischer Propaganda. Ausstellungsbesucher werden mit der Zerrissenheit des Künstlers konfrontiert. Nun hofft die Kunsthistorikerin mit ihren Mitstreitern auf eine gute Resonanz. "Die Echo-Wirkung geht von den Besuchern aus. Sonst bleiben die Blätter blind." Noch bis April nächsten Jahres kann die vielschichtige Schau in den Räumlichkeiten an der Nobelstraße besucht werden. Geöffnet ist außer montags jeweils von 11 bis 17 Uhr.



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