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Westsachsen

Erste Kartoffeln in Reuth

Wirtschaft Lange Trockenheit macht auch hier den Landwirten zu schaffen

Reuth. 

Reuth. Die ersten Kartoffeln sind in Reuth geerntet. Früher als in anderen Jahren. "Die Leute wollen neue Kartoffeln haben, sie rufen an und fragen danach", sagt Wolfgang Sammer, Chef der Agrarproduktion Reuth. Während die Leute sonst noch warten müssen, können die Reuther Landwirte dem Wunsch dieses Jahr entsprechen. "Die Kartoffelernte beginnt zehn Tage zeitiger als sonst." Auch bei den frühen Sorten ist das der Fall, wie etwa bei Nandina, die schon zu haben ist, oder Finka. Eine traditionelle Sorte ist Adretta, während Lilliy sich seit einigen Jahren bewährt hat. "Beide sind mehlig", so Sammer. Geerntet werden die Erdäpfel, wie der Vogtländer sagt, Anfang September - und nicht wie sonst, Mitte August.

Dazu kommen die Sorten Milwa und Regina, die als festkochend gelten. Nicht zu vergessen Laura, rotschalig und ebenfalls festkochend. Die Reuther Kartoffelanbauer haben trotz der Trockenheit etwas Glück. "Wir haben dieses Jahr einen Standort, der etwas feucht ist." So mache sich die Trockenheit im Ertrag nicht so bemerkbar.

Regionalität soll erhalten werden

Auf 3,5 Hektar Fläche baut der Reuther Agrarbetrieb Kartoffeln an, wobei die Tradition des Anbaues über 50 Jahre zurückreicht. Heute ist man der einzige Kartoffelproduzent im Altkreis Plauen. "Ich will die Regionalität erhalten", betont Wolfgang Sammer. Auch in anderer Hinsicht sei die Landwirtschaft im Vogtland in diesem Jahr offenbar ganz gut dran. "Es gibt schlechtere Gegenden", sagt Sammer und meint damit die Trockenheit und Dürre. "Die Hitze macht uns schon zu schaffen, wir sind froh über alles, was wir ernten können. Aber das Winterfutter für unsere Rinder ist gesichert. Wir könnten sogar noch Heu verkaufen."



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