Es geht nur mit Worten

Flüchtlingssituation Bürgerbewegung ruft den Weihnachtsfrieden aus

Die Bürgerbewegung "Wir sind Deutschland" hat sich nach 13 Kundgebungen in den Weihnachtsfrieden verabschiedet. Am 17. Januar geht es in Plauen auf dem Altmarkt weiter. Die Initiative mobilisierte in der Spitze über 7.000 Menschen, die friedlich ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht haben. In der Kritik steht die Bundesregierung unter anderem wegen ihrer aktuellen Flüchtlingspolitik und geplanter Freihandelsabkommen. Mehrfach wurde den WsD-Veranstaltern vorgeworfen, man würde immer nur reden und hetzen. Vergangenen Sonntag erwiderte WsD-Moderator Jens Heinritz nochmals: "Das ist die einzige Chance, die wir haben. Wir können nur gebetsmühlenartig reden." Ob es nächstes Jahr in Plauen wirklich zum Dialog kommt zwischen den verschiedenen Fronten, wird sich zeigen. Vor allem die vorgefertigten Meinungen und verbale Gewalt sind ein enormes Problem. Superintendentin Ulrike Weyer betont in ihrer Rolle als Vermittlerin immer wieder: "Demokratie fängt mit Respekt an. Wer dialogfähig sein will, der muss sich an Regeln halten." Demnach fühlten sich einige Andersdenkende von der Vehemenz der Worte auf den WsD-Demonstrationen eingeschüchtert. Angst und Schweigen sind die Folge. Dieser Widerspruch kann sich durch mehr Sachlichkeit schnell in Luft auflösen. Veränderung tut offenkundig Not. Denn die ungelösten Gesellschaftsprobleme werden sich durch das in der Politik oft praktizierte Aussitzen verschärfen. Immer lauter klagen dagegen im Vogtland Entscheidungsträger, dass demokratische Prozesse zu lange dauern. kare