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"Es macht mich betroffen, wenn Feuerwehrleute vom Einsatz nicht mehr heimkommen"

feuerwehr Jahreshauptversammlung lässt zurück blicken

Ebersgrün. 

"Es macht mich betroffen, wenn Feuerwehrleute vom Einsatz nicht mehr heimkommen", sagte der Ebersgrüner Wehrleiter Matthias Schröder zur Jahreshauptversammlung am Freitagabend. Wie etwa die Feuerwehrmänner in Australien, die gegen die Flammen kämpfen in ihrem Land oder der Feuerwehrmann in Augsburg. Er wollte nur helfen und starb dabei. Im Jahr 2019 hatte die FFw Ebersgrün so viel Einsätze wie all die Jahre zuvor nicht. Mit der Dienstbeteiligung zeigte sich der Wehrleiter zufrieden.

Seit 60 Jahren ist Rolf Perthel aus Ebersgrün in der Freiwilligen Feuerwehr Ebersgrün Mitglied. Dafür wurde ihm jetzt eine besondere Ehre zuteil. Zur Jahreshauptversammlungnahm der 77-jährige aus den Händen von Marcus Göhring vom Kreisfeuerwehrverband Vogtland das Ehrenkreuz sowie ein Präsent entgegen. Gewürdigt wird damit die langjährige ehrenamtliche Arbeit in der FFw Ebersgrün. Der Ebersgrüner Wehrleiter Matthias Schröder beglückwünschte den Senior ebenso. "Ich war 13 Jahre in der Wehrleitung", sagte Rolf Perthel rückblickend auf seinen Dienst. Bis zur Wende war er noch in der aktiven Einsatzgruppe. "Ich hatte das Feuerwehrhaus in Ebersgrün mit aufgebaut." Jetzt ist der Jubilar in der Alters- und Ehrenabteilung.

Geehrt wurde weiterhin Evi Bächer. Die Ebersgrünerin ist seit zehn Jahren aktiv in der Ortswehr. Zur FFw Ebersgrün gehören gegenwärtig 52 Mitglieder, davon sind in der aktiven Einsatzgruppe immerhin 27 Frauen und Männer. Die Jugendfeuerwehr zählt sieben Mädchen und Jungen.

Über drei Neuzugänge freut sich die Ebersgrüner Wehr: Julius Kunstmann, Niklas Bächer und William Franz wurden von Wehrleiter Matthias Schröder in der aktiven Truppe willkommen geheißen, nahmen ihren Ausweis und je eine Feuerwehr-Krawatte - so ist es in Ebersgrün üblich - entgegen. "Alle drei waren jahrelang in der Jugendfeuerwehr tätig", so der Wehrleiter. Deshalb sei die Jugendfeuerwehr auch so wichtig, um Nachwuchs zu gewinnen. "Quereinsteiger gibt es nur selten."

Matthias Schröder sprach auch von der nötigen Sanierung des Löschteiches in Ebersgrün. "Die Löschwasserversorgung ist das dringendste Problem." Er erinnerte an den Brand eines Wohnhauses im Jahr 1995, als man noch zwei Löschteiche hatte. Ohne das Löschwasser aus den Teichen wäre das Haus nicht haltbar gewesen. "Ein Teich wurde verfüllt und der andere ist mittlerweile nicht mehr nutzbar." Die Löschwasserversorgung von Pausa her sei aufwändig und dauere lange.



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