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"Es wird keiner kommen und uns helfen"

Handball Plauener empfangen diesen Samstag Concordia Delitzsch

Plauen. 

Plauen. Der HC Einheit steht mit 0:14 Punkten am Tabellenende. In der Mitteldeutschen Oberliga sehen viele die Plauener Handballer bereits als ersten Absteiger. Vor allem deshalb, weil die Spitzenstädter derzeit zusätzlich von einigen Ausfällen geplagt werden. Der Verein scheint sehenden Auges in die Sachsenliga abzugleiten. "Was tut die Vereinsführung?" Diese Frage hört man ständig.

Der Verein darf nicht wieder in Schieflage geraten

Trainerwechsel, neue Spieler holen? Das wären die Optionen. Die Nachfrage der eigenen Fans diskutiert man in der Führungsetage immer wieder. Passiert ist scheinbar wenig. Doch so ganz zu stimmen, scheint das nicht. "Wir müssen zuerst die Finanzen im Auge behalten. Wenn der Verein nicht wieder in Schieflage geraten soll, wodurch der Fortbestand des HC Einheit gefährdet würde, dürfen wir uns nicht zu blindem Aktionismus hinreißen lassen." Mit dieser Ansage verteidigt der geschäftsführende Vorstand die dünne Spielerdecke. Dass die fehlende Schlagkraft in einer Wechselwirkung den Trainer schwächt, ist unbestritten. Zudem hatte das Team kaum Zeit, sich auf die Saison vorzubereiten.

Mittelmäßige Ergänzungen waren zu teuer

Um eine sachliche Analyse der aktuellen Situation hinzugekommen, muss man in die vergangene Saison zurückblicken. Dort war Einheit eigentlich schon abgestiegen. Der damalige Trainer Rüdiger Bones informierte den Verein spät über seinen Abgang. Die urplötzlich noch eingeschobenen Relegationsspiele bescherten den Plauenern dann doch noch die Chance, die Liga zu halten. Genau dieser eigentlich erfreuliche Umstand verzögerte jedoch den Neustart. "Wenn man nicht weiß, in welcher Liga man in der nächsten Saison antritt, ist man fast handlungsunfähig", räumt Sabrina Lukas ein. Die Vorstandsfrau hätte gerne mehr getan. Das aber hätte angesichts des Zeitdrucks Geld gekostet, das nicht da war. Alternativ boten dem Verein diverse Spielerberater mittelmäßige Ergänzungen aus Osteuropa oder Tunesien an. Sabrina Lukas stellt fest: "Wir hätten dann das bekommen, was unsere Ligakontrahenten abgelehnt haben. Und diese Spieler hätten trotzdem Geld gekostet. Wir haben uns gegen diesen Weg entschieden."

Jetzt bloß nicht den Kopf verlieren

Im Vorstand sieht man der Wahrheit ins Auge: "Es wird keiner kommen und uns helfen. Das können nur wir selbst. Wir dürfen jetzt nicht den Kopf verlieren", sagt die Vereinsführung. Der Vorstand und die Mannschaft stellen sich am 16. November den Fragen der Fans. Zum Mitgliedertag lädt Einheit ab 19 Uhr in die Sporthalle Wieprechtstraße ein.

Plauener spielen gegen Delitzsch

Diesen Samstag empfangen die Plauener (14. Platz | 0:14 Punkte) um 18 Uhr Concordia Delitzsch (12. Platz | 4:10 Punkte). Der NHV Concordia verpflichtete noch schnell mit Mateusz Wolski einen ehemaligen Erstligaspieler aus Polen. "Solche Möglichkeiten haben wir nicht", kommentiert man in Plauen das Nachrüsten. Man will sich trotzdem wieder voll reinhängen.



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