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Fest mit Selbstbewusstsein und vielen Ideen

625 Jahre Krebes feierte seinen Geburtstag mit eigenem Theaterstück und viel Musik

Krebes. 

In der Kirche hatte die 625-Jahrfeier in Krebes mit Worten von Pfarrer Tilo Kirchhoff begonnen, hier endete sie gestern auch mit einem Festgottesdienst. Den ganzen Samstag herrschte im 150-Einwohner-Dorf Trubel, war alles auf den Beinen. Schön hatte sich das Dorf gemacht für die Besucher, überall war etwas zu erleben: Geschichte, Hand- und Kunstwerk, Kultur und Musik. Die Feststimmung indes war schon Freitagabend spürbar. "Auch für mich ist heute ein Festtag. Ich bin stolz auf die Krebeser", so Steffen Raab, der Weischlitzer Bürgermeister. Mit vielen Ideen und Selbstbewusstsein habe der Ort seine Geburtstagsfeier vorbereitet.

"Wir wollen einen Bogen spannen über all die Jahre, die Krebes geprägt haben", sagte Ortsvorsteher Gert Krämer. Mit Musik, Theater und Worten. Krämer erinnerte an die Jahre der Grenznähe in der DDR, als in Krebes kein Tourismus möglich war. "Dabei war Krebes schon immer ein schöner Ort." Nach der Wende wurde der Burgstein vor dem Verfall gerettet, das Hermann-Vogel-Haus und die Kienmühle auf Vordermann gebracht. "Das Burgsteingebiet ist heute bekannt und beliebt wie nie zuvor", so Krämer. Und das sei vor allem den Krebesern zu verdanken.

Kinder spielten Violine und Keyboard, die Jagdhornbläser und der Frauenchor traten auf. Höhepunkt aber war die Theateraufführung "Brand im Burgstein", das die extra gegründete Laienspielgruppe aufführte. Das viel bewunderte Bühnenbild hatte Martin Kummer gemalt. Wochenlang hatte er nach der Arbeit daran gesessen, um Burgsteinruine, Kienmühle und Kirche im schönsten Licht zu zeichnen. "Den Grundstock hat meine ehemalige Zeichenlehrerin Christiane Friedrich gelegt", sagte er bescheiden zu seinem Talent.