Festliche Adventsstimmung

Konzert Heimatverein und Kirchgemeinde hatten eingeladen

Die besondere Stimmung, wie sie nur in der Vorweihnachtszeit zu erleben ist, in Reuth war sie zum Weihnachtskonzert am frühen Samstagabend spürbar. Die Kirche mit Tannengrün und weißen Engeln aus Papier geschmückt, draußen die Dämmerung und drinnen Lichterschein. Die Bänke im Kirchenschiff waren allesamt besetzt mit einem erwartungsvollen Publikum, welches sogleich mitsang "Tochter Zion, freue dich". Rund um den Altar hatten sich die Musiker des Klingenthaler Posaunenchores mit ihren Hörnern, Posaunen, Trompeten und Pauken aufgestellt. Kantor Matthias Sandner stimmte "Wie soll ich dich empfangen?" an, nachdem bereits Verse des bekannten Liedes von der Empore erklangen. Es standen Sänger und Sängerinnen der Kirchenchöre aus Reuth, Mißlareuth und Unterkoskau oben, die sich zusammen getan hatten und erstmals gemeinsam auftraten. Für Gänsehautgefühl und herzlichen Applaus sorgte Gerald Kaiser aus Reuth, der zu Beginn des Konzertes als Vorsitzender des Heimatvereins zum Zuhören eingeladen hatte, mit seinem Solo "Herbei, o ihr Gläub'gen", welches er, begleitet von der Orgel, auf der Empore sang. Durch die ganze Kirche klang es dann kraftvoll im Kanon, den Chorleiterin Maria Neupert aus Tanna anstimmte: "Mache dich auf und werde Licht". Vierstimmig sangen sowohl Besucher, Posaunenchor und Chorsänger gemeinsam. Weihnachtsfreude pur.

Die Reuther Pfarrerin Sabine Stepper hatte bei der Begrüßung dazu eingeladen, sich auf die Lieder und Texte einfach einzulassen, so kurz vor Weihnachten. Der Klingenthaler Kantor erzählte die Geschichte von einem Verkündigungsengel, der so ganz anders aussah, als man es sich vorstellt: Ein Junge aus Vietnam, mit tiefer Stimme und mit gebrochenem Arm spielte die Rolle in dem Spiel. Aber wohl alle begriffen: Auf die Botschaft kommt es an, nicht auf das Aussehen. Und so war es auch in der Reuther Kirche: "Macht hoch die Tür", "Kommet ihr Hirten" oder auch "Der Heiland ist geboren".

Es war dunkel beim Herausgehen der Leute aus dem Gotteshaus, die Gesichter aber waren heiter und mit Freude gefüllt anzusehen.