Feuer in der Südvorstadt

Wohnungsbrand 50-Jähriger erleidet lebensbedrohliche Rauchgas-Intoxikation

Wohnungsbrand in Plauen, 16 Personen evakuiert, ein Bewohner lebensbedrohlich verletzt. Als diese Meldung in der Nacht zum Montag durch den Ticker kam, war ein ganzer Stadtteil längst in heller Aufruhr. Gegen halb zehn brach in der Südvorstadt aus noch ungeklärter Ursache in der Wohnung eines 50-jährigen Mannes Feuer aus. 21.40 Uhr ging bei der Feuerwehr der Notruf ein. Jens Leistner, Geschäftsführer des Rettungsdienstes Vogtlandkreis, informierte gestern zur Sachlage: "Ein ausgedehnter Wohnungsbrand in der Leibnitzstraße machte einen Großeinsatz von Feuerwehr sowie Rettungs- und Betreuungsdiensten erforderlich." Wie die Einsatzleitung weiter mitteilte, erlitt der Wohnungsinhaber demnach eine lebensbedrohliche Rauchgas-Intoxikation. Der Mann wurde nach einer Primärversorgung im Vogtlandklinikum im Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Halle geflogen. Zwei weitere Personen wurden ebenfalls ins Klinikum eingeliefert. Durch die Feuerwehr wurden insgesamt 16 Hausbewohner in Sicherheit gebracht. "Da das Treppenhaus stark verqualmt war, mussten vier Bewohner über die Drehleiter gerettet werden", informierte Jens Leistner weiter. Insgesamt kümmerten sich zwei Notärzte, die Besatzungen von vier Rettungswagen sowie die "Schnell-Einsatz-Gruppe" der Johanniter-Unfallhilfe um die Betroffenen. Sechs Mietparteien konnten gegen Mitternacht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Sieben Personen wurden nach Auskunft der Polizeidirektion vorübergehend anderweitig untergebracht. Zur Brandursache ermittelt nur die Kriminalpolizei. Gestern Mittag kehrte dann in der Leibnitzstraße wieder der Alltag zurück. Die Anwohner erzählten dem BLICK-Reporter: "Wir sind alle sehr betroffen, aber auch froh, dass es nicht noch schlimmer kam. Ruhig schlafen können wir die nächsten Tage nicht."



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