Fluchtgeschichte wird zum Lieblingsbuch gewählt

Literatur Verein aus Marieney sucht nach neuen Ideen

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Vereinsvorsitzender Frieder Spitzner(re.) und Gründungsmitglied Peter Haueis präsentieren im Haus der Vogtländischen Literaturgesellschaft "Julius Mosen" neue Bücher im Bestand der Sammlung mit vogtländischem Bezug. Foto: Thomas Voigt

Marieney. In der Sammlung der Vogtländischen Literaturgesellschaft "Julius Mosen" haben sich schon über 700 Publikationen mit regionalem Bezug angesammelt. Jeden ersten und dritten Donnerstags können Besucher zwischen 11 und 17 Uhr die Räume im Bürgerhaus an der Hauptstraße mit dem Bücherschatz sowie Dokumentationen über Mosen in Augenschein nehmen.

"Flucht aus Plauen - Eine wahre Geschichte"

Aktuell beschäftigt sich Vereinsvorsitzender Frieder Spitzner mit den Neuerscheinungen. Es handelt sich um Bücher, die von vogtländischen Autoren geschrieben sind oder deren Inhalte sich quer durch alle Rubriken auf die Region beziehen. Kürzlich wurde Vogtland Lieblingsbuch 2016 gekürt. Die meisten Stimmen fielen auf den Titel "Flucht aus Plauen - Eine wahre Geschichte" von Renate Stoever in der Übersetzung aus dem Englischen von Kathi Stock.

Die 10. Auflage der Preisverleihung ging diesmal im Saal der Sparkasse Vogtland in Plauen Am Komturhof über die Bühne. In den Jahren zuvor gab es eine enge Zusammenarbeit mit der Kapelle Neuensalz. Das Kleinod gehört seit diesem Jahr nicht mehr zur Vogtland Kultur GmbH. Voriges Jahr lagen die nominierten Lieblingsbücher nach bewährtem Modus in acht Bibliotheken des Vogtlandes aus. Dort konnten die Leser ihre Favoriten auf den ausliegenden Stimmzetteln angeben.

Neue Ansätze sollen her

"In dieser Form wird es das nicht mehr geben", erklärte Spitzner. Im Moment suchen er und seine Mitstreiter nach neuen Ideen, die Autoren und deren Werke einer möglichst breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen. "Wir bitten deshalb weiterhin um kostenlose Exemplare für unsere Sammlung."

Kommenden Herbst werde sich herauskristallisieren wie es konkret weitergeht. Dann wählt der Verein - der genaue Termin ist noch offen - einen neuen Vorstand., blickte Spitzner voraus. Der 76-Jährige wolle nicht mehr für den Vereinsvorsitz kandidieren, der Literaturgesellschaft aber weiter zur Verfügung stehen. In der Zwischenzeit erhalten verschiedene Bibliotheken, Preisverleihungen und alle vogtländischen Gymnasien umfassende Informationen über die neuen Vogtland-Bücher.