Frank und Heike Seeling dürfen stolz sein

Handwerk Plauener Meisterbetrieb behauptet sich seit 30 Jahren mit Erfolg

Plauen . Über das was unsere Kleinbetriebe täglich leisten, wird viel zu selten gesprochen. Schon Urgroßvater Reinhard Vogel und Opa Helmut Vogel waren Klempnermeister. Also wollte auch Frank Seeling in deren Fußstapfen treten.

Doch sein Opa musste das Geschäft auf Geheiß der DDR-Funktionäre verkaufen. Der Plauener aber ließ sich nicht unterbuttern. Er setzte sich gegen alle sozialistischen Widerstände durch. "1985 habe ich mein Geschäft eröffnet. Die Materialfrage war nur schwer zu lösen. Alu-Bleche gab es zum Beispiel nur auf Zuteilung", erinnert sich der heute 56-Jährige. In den folgenden acht Jahren gab es für den Familienvati nur die Klempnerei. Urlaub machte er keinen. Ganz allein bewältigte Frank Seeling Großaufträge wie den in der Kemmlerschule. Dann kam die Wende, die DDR brach zusammen und das Unternehmen wuchs bis auf 16 Mitarbeiter an. Ehefrau Heike hatte 1987 im Geschäft angefangen. Sie senkt verlegen den Blick, wenn die Betriebswirtschaftlerin an den Tag der Entlassungen denkt. "Wir konnten nicht anders. Das Unternehmen war in Gefahr. Wir mussten gute Leute auf die Straße setzen", entschuldigt sich das Ehepaar, obwohl dieser Schritt kaufmännisch vollkommen richtig war. So überlebte die angesehene Firma die Finanz- und Wirtschaftskrise. Und selbst, als Frank Seeling nach zwei Bandscheiben-Operationen ein Vierteljahr ausfiel, schlossen die fünf Mitarbeiter diese Lücke. Der Sanitär- und Klempnermeister sowie Heizungs- und Lüftungsmeister Frank Seeling möchte heute seiner Frau, allen Mitarbeitern und den Kunden herzlich danken. kare