Französische Drehleiter bereitet Sorgen

Feuerwehr FFW zieht Kauf eines neuen Tanklöschfahrzeuges in Betracht

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Das Feuerwehrauto mit der Drehleiter vor dem FFw-Gerätehaus, aufgenommen mit dem Nachwuchs. Foto: Simone Zeh

Pausa. Die FFW Pausa hat sich der Sammelbestellung des Landkreises angeschlossen, um wie andere Feuerwehren in den Genuss einer hohen Förderung zu kommen. Dabei geht es um ein neues Tanklöschfahrzeug. Es ist gedacht als ein Ersatzfahrzeug für ein altes aus den 80er Jahren. Doch nun gibt es ein weiteres Problem. Das Pausaer Löschfahrzeug mit der Drehleiter macht Sorge. Nach zehn Jahren war jetzt der TÜV nötig. Da das Fabrikat ein französisches ist und es jetzt - im Gegensatz zum Zeitpunkt der Anschaffung vor zehn Jahren - keine Niederlassung in Deutschland mehr gibt, musste das Fahrzeug nach Frankreich gebracht werden. Fast glaubte man, es sei dort verschollen, wie es Wolfgang Rauh, der Pausaer Wehrleiter es ausdrückte. Jetzt habe man zumindest Bescheid, dass es abholbereit sei.

Dennoch glaubt man in Pausa nicht an ein gutes Ende. "Wenn wir weitermachen mit dieser Drehleiter, wird es immer schlimmer", sagte Rauh. Regelmäßig müsse man Revision machen. Zwar ist die derzeitige Einsatzbereitschaft durch die FFw Zeulenroda gesichert, doch eine Lösung ist nicht in Sicht. Zumal laut Brandschutzbedarfsplan die Kommune über eine Drehleiter verfügen müsse, wie Patrick Heinritz, Sachbearbeiter für Brandschutz im Landratsamt, zur Sitzung aufmerksam machte. Er hielt dem Pausaer Stadtrat vor Augen, wie viele Gelder nach zehn Jahren in das Drehleiter-Fahrzeug geflossen seien. Von 2008 bis 2018 waren es 46.000 Euro.

"Das sind die höchsten Kosten im Vogtlandkreis, vergleicht man mit anderen Feuerwehren." Heinritz stellte den Pausaern eine Alternative vor: Auch für den Erwerb für Drehleitern (so nennt man auch das Fahrzeug mit Drehleiter) läuft derzeit eine Sammelbestellung im Landkreis, die den Erwerb fördert. Bürgermeister Jonny Ansorge schlug eine Probeabstimmung des Stadtrates vor. Mehrheitlich mit zwei Stimmenthaltungen gaben die Stadträte grünes Licht.