Frauen erobern Männerwelt

Verfahrensmechaniker Im Betonwerk muss man auch zupacken können

Vorbei sind die Zeiten, da die Bauindustrie eine reine Männerwelt war. "Zunehmend interessieren sich auch junge Frauen nach dem Schulabschluss für eine Ausbildung oder ein Studium mit technischem Hintergrund", berichtet Holger Kotzan vom InformationsZentrum Beton. Schließlich sei das Interesse an handwerklichen Berufen keineswegs allein den Männern vorbehalten. Die Unternehmen wiederum freuen sich über die Bereicherung ihrer Teams und fördern weibliche Azubis besonders. In Betonwerken etwa bestehen vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten, gepaart mit ausgezeichneten Aussichten für die weitere Karriere.

Verfahrensmechaniker beispielsweise müssen tagtäglich ihren Mann beziehungsweise ihre Frau stehen. Der Beruf ist anspruchsvoll: Technisches Verständnis und kommunikative Fähigkeiten sind ebenso gefragt wie die Fähigkeit, zupacken zu können. Von der Arbeit am Computer bis zur Pflege und Steuerung der Anlagen im Betonwerk decken Verfahrensmechaniker ein breites Tätigkeitsfeld ab. Darauf werden sie in einer dreijährigen, dualen Ausbildung vorbereitet. Eine Besonderheit dabei: Blöcke im Unternehmen sowie in spezialisierten Berufsschulen wechseln sich während der Ausbildungszeit ab. Verfahrensmechaniker sind bei der Betonproduktion unter anderem für reibungslose Abläufe, die Überwachung der Mischanlagen und die Sicherung der Qualität verantwortlich. Und auch körperliche Kräfte sind gefordert. "Den Mischer zu säubern oder schwere Dinge von A nach B zu schleppen, strengt wirklich an", berichtet Jacqueline Rytzmann, die den Beruf ergriffen hat. "Aber ich schaffe das ganz gut. Wenn man überlegt, was eine Krankenpflegerin an körperlicher Belastung aushalten muss, ist das hier im Werk leicht zu meistern." Für die ausgebildete Verfahrensmechanikerin überwiegt die Freude am Job: "Man erledigt viele verschiedene Tätigkeiten und ist auf unterschiedlichen Anlagen unterwegs. Es wird einfach nicht langweilig." Ausgelernte Verfahrensmechaniker sind in jedem Fall gefragte Fachleute. Die Übernahmechancen nach der Ausbildung sind gut.