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Frisch durch den Fleischwolf gedreht

Dorfleben Theumaer zelebrieren Schlachtfest wie es früher war

Theuma. 

Theuma. Schlachtfeste wie sie früher waren, kennen die Jüngeren meistens nur noch aus Erzählungen. Kürzlich lud der Museums- und Heimatverein in Theuma zu einem solchen Fest ein. Fleischergeselle Mathias Hennig schöpfte große Fleischstücke aus dem dampfenden Waschkessel. Kurz darauf quollen die geschnittenen Teile als breiige Masse für die Leberwurst-Herstellung aus dem Fleischwolf in einen Bottich. Neugierig verfolgten die Schlachtfestbesucher mit ihren mitgebrachten Gefäßen das Geschehen.

Während viele Gäste das frische Wellfleisch mit Sauerkraut gleich unterm Dach des Pavillon-Zeltes verputzten, schmierten Vereinsmitglieder und Freunde im ehemaligen Stallgebäude Zwiebelmett-Brötchen. Geschlachtet wurden die von der Agrargenossenschaft Theuma stammenden drei Schweine im Irfersgrüner Schlachtbetrieb Blömer. Uwe Kretzschmar war begeistert. Der Besucher aus Flöha erinnerte sich an die Schlachtfeste, die er als Kind erlebte. "Ich finde es gut, dass solche Traditionen wiederbelebt werden."

4. Schlachtfest war Erfolg

Vereinsvorsitzender Bernd Winkelmann hörte es gern. Zum vierten Mal lud er mit seinen Mitstreitern zum Schlachtfest im Vereinsgelände neben dem Bauernmarkt ein. Alle Helfer hatten von früh bis in die Nachmittagsstunden straff zu tun. Zwischendurch schaute Lebensmittel-Kontrolleurin Antje Blei vorbei. Unterm Strich hatte sie kaum etwas zu beanstanden. "Es wird jedes Jahr besser." Auf diesem Niveau könne hier jederzeit ein weiteres Schlachtfest stattfinden.

Die Theumaerin Monika Dietz hat nichts dagegen. "Vor allem für die Kinder ist es etwas Besondres. Und für den Zusammenhalt im Dorf ist es auch gut." Bevor am Abend die Band "Minimax" die Regie übernahm, bot der Theumaer Nachwuchs den Gästen ein buntes Unterhaltungsprogramm.