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Fußgängerbrücke in Mühltroff gesperrt

Aktuell Einsturzgefahr mitten in der Stadt

Mühltroff. 

Die Fußgängerbrücke in Mühltroff zwischen Markt und Schützenstraße ist derzeit voll gesperrt. "Es wurde akute Einsturzgefahr festgestellt", so Bürgermeister Jonny Ansorge. Und: "Wir haben den Bau dieser Brücke zur Priorität erklärt." Denn durch die Sperrung der Hopfenbrücke falle eine Schnittstelle in der Innenstadt weg. Eigentlich war der Bau der Fußgängerbrücke zusammen mit dem Bau der Schützenbrücke mit insgesamt 58.573 Euro Fördergeld geplant. Das Geld stand durch das Förderprogramm des Freistaates zur Beseitigung der Hochwasserschäden von 2013 zur Verfügung.

Während die Schützenbrücke inzwischen fertig saniert ist, gibt es mit der Hopfenbrücke Probleme: Es wurden Nachfolgeschäden festgestellt, der Zustand des Bauwerkes hatte sich erheblich verschlechtert. "Wir hatten das Denkmalschutzamt Dresden zur Begutachtung da", so der Bürgermeister. Es wurde konstatiert, dass die Substanz des historischen Bauwerkes so stark geschädigt sei, dass man von akuter Einsturzgefahr sprechen müsse. Allein für die Notsicherung der Brücke wurden 66.000 Euro veranschlagt. Die Kommune hatte daraufhin einen Nachfolgeantrag beim Freistaat zur Gesamtsanierung gestellt. Laut Brückengutachter liegt die Gesamtsumme dafür bei 345.000 Euro.

Inzwischen habe man Bescheid bekommen, so der Bürgermeister, dass ein Nachfolgeantrag nicht möglich sei. "Ich weiß auch nicht, ob wir das Geld zur Hochwasserschadenbeseitigung mit für die Notsicherung einsetzen dürfen." Einfacher wäre es für die Kommune, eine neue Brücke zu bauen. "Ein Neubau wurde vom Land aber aufgrund des historischen Wertes der unter Denkmalschutz stehenden Brücke abgelehnt", so Jonny Ansorge. "Wie wir weiter verfahren, kann ich momentan nicht sagen." Denn so viel Geld könne die Kommune einfach nicht aufbringen.



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