Für den Umweltschutz: Dieser Neubau kostet 6 Millionen Euro

Mehr Effizienz und größere Kapazitäten: Gealan errichtet neue Recyclinghalle

Tanna

Dieser Baustart ist für die Region ein weiterer Meilenstein. Denn wenn sich ein Unternehmen in Krisenzeiten immer wieder hervortut und mit Weitblick investiert, ist es in aller Regel auch deutlich wertbeständiger, als die graue Masse. Am Produktions- und Logistik-Standort Tanna versucht Gealan den Spagat hinzubekommen. Eine hochmoderne Recyclinghalle inklusive zusätzlicher Silos wird errichtet. Der 70x26 Meter große Neubau kostet 6 Millionen Euro. Hinzu kommen eine neue Siloplatte mit zusätzlichem Platz für Abwärmespeicher sowie Platz für insgesamt vier große Silos. Vollständig in Betrieb genommen wird die Halle mit moderner Recyclingtechnologie 2028.

Großer Arbeitgeber

Die Gealan-Unternehmensgruppe gehört zu den führenden Herstellern von Kunststoffprofilen für Fenster und Türen in Europa. Weltweit beschäftigt Das Unternehmen mehr als 1.700 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2025 einen Jahresumsatz von rund 320 Millionen Euro. Seit 2014 gehört GEALAN zur familiengeführten VEKA AG mit Sitz im westfälischen Sendenhorst.

Die Bedeutung des Standortes in Tanna wächst

Die Arbeiten am Neubau in Tanna sind bereits in vollem Gange. Der symbolische Spatenstich erfolgte unter Zeitdruck. Es gab zunächst wichtigere Dinge. Der Produktions- und Logistikstandort des Kunststoff-Systemhauses Gealan braucht die neue Halle mit modernen Technologien und zusätzlichen Kapazitäten, um fit zu sein für die Anforderungen der Märkte. Ivica Maurović ist der Sprecher der Gealan-Geschäftsleitung: „Zudem unterstreichen wir mit dem Neubau die Bedeutung unseres Standortes in Tanna und stärken mit dieser Investition die gesamte Region.“

Das Vogtland profitiert

Unter anderem profitiert der Arbeitsmarkt der Nachbarregion von Gealan. Beispielsweise kommt Tino Albert aus dem Vogtland. Der Geschäftsführer Technik und Finanzen betont: „Nach dem Bau unseres vollautomatisierten Hochregallagers setzen wir kurz darauf und nur wenige Meter nebenan ein weiteres Ausrufezeichen. Mit den neuen Möglichkeiten sparen wir Transportwege, verschlanken Prozesse und zeigen, dass Gealan sich weiterhin möglichst effizient und nachhaltig aufstellt.“

Symbolischer Spatenstich

Den symbolischen Spatenstich zum Baustart der Recyclinghalle nahmen vor: (v.l.) Ralf Hüttner (1. Beigeordneter des Bürgermeisters Tanna), Katrin Gersdorf (1.Ehrenamtliche Beigeordnete des Landrats im Saale-Orla-Kreis), die beiden Gealan-Geschäftsführer Ivica Maurović und Tino Albert, Marie-Theres Wittig (Geschäftsführerin Architekturbüro Wittig) und Reinhard Schüß (Bauleiter Firma AS Bau).

Viele Transporte zwischen Oberkotzau und Tanna entfallen künftig

Mit dem Neubau findet der gesamte Recycling-Prozess des Unternehmens künftig nur noch in Tanna statt. Damit fallen Transporte zwischen Oberkotzau (bei Hof) und Tanna weg, die Produktionsprozesse müssen nicht mehr durch Ortswechsel unterbrochen werden. Mit den neuen Technologien steigt zudem der Automatisierungsgrad. Dadurch werden zum einen Mitarbeiter entlastet und es können so noch größere Mengen an Recyclingmaterial effizienter hergestellt und verarbeitet werden.

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