Beim Fußballoberligisten VFC Plauen ist man hin- und hergerissen. Vor dem Auswärtsspiel beim FC Einheit Wernigerode (Anstoßzeit verschoben: Sonntag, 15 Uhr) weiß Cheftrainer Sedat Gören: „Ein Ausrutscher kann immer passieren. Unser Problem ist, dass wir ausgerechnet gegen Glauchau unseren Heimspielauftakt versemmelt haben. Denn das ist ein Aufsteiger. Da siehst du als ehemaliger Regionalligaverein immer blöd aus“, hat der Coach erkannt. Einheit Wernigerode teilt mit: „Wichtige Info vorab! Am Spieltag ist, auf Grund von Bestimmungen des NOFV, mit einem erhöhten Polizeiaufgebot rund um den Mannsberg zu rechnen. Bitte beachtet dies!“ Die Anstoßzeit wurde offenbar deshalb um eine Stunde nach hinten verschoben.
Einheit Wernigerode hat bei einem Liga-Topfavoriten gewonnen
Am Sonntag müssen die Plauener in Wernigerode bestehen. Im Mannsberg-Stadion strotzt der Gastgeber nur so vor Selbstvertrauen. Die Spitzenstädter erinnern sich an ganz enge Kisten mit jeweils späten Spielentscheidungen. Wernigerode war 2022 in die Oberliga aufgestiegen. Zweimal gewann dort der VFC (3:2/1:0), einmal besiegte der FC Einheit die Plauener mit 3:2. Als „Team der späten Tore“ überrumpelte Wernigerode zuletzt sogar den Topfavoriten Krieschow. „Wir haben uns das Spiel angesehen. Wernigerode hat aus einem 0:1-Rückstand noch einen 2:1-Sieg gemacht. Die sind wirklich gut“, stellt Sedat Gören fest.
Weitere Punktverlust vermeiden
Gleichzeitig weiß der VFC-Cheftrainer aber auch ganz genau, dass sich jeder weitere Punktverlust im angekündigten Aufstiegskampf wie ein Rückschlag anfühlen wird. Und so gibt es kein Zurück, wobei die Fachleute wissen, dass man im Harz als Gastmannschaft eigentlich auch mal mit einem Remis klarkommen sollte. Der VFC Plauen aber empfängt dann im Anschluss am 30. August mit Union Sandersdorf gleich den nächsten „Brocken“ aus Sachsen-Anhalt im Vogtlandstadion. Somit müssen die Spitzenstädter den Turbo zünden, sonst wird aus dem Plauener Rennauto schnell ein „Harzer Roller“.
Gegensätze im Vogtlandstadion förmlich zum Greifen nah
Nach dem 10:0-Pokalerfolg der Plauener beim SV Lok Glauchau/Niederlungwitz sind die Gegensätze im Vogtlandstadion förmlich zum Greifen nah. „Es war sehr schwer, in Stendal einen Sieg zu holen. Jeder hat nach unserem 2:0-Erfolg dort einen Heimsieg gegen Empor Glauchau als selbstverständlich erwartet. Das 10:0 jetzt gegen einen Kreisoberligisten hört sich toll an, war aber eine Pflichtaufgabe. Keiner von uns weiß auch nur annähernd, wo wir wirklich stehen“, wandelt Sedat Gören zwischen Optimismus und Vorsicht.




