Galerie e.o.plauen und die Spitzenstadt rücken näher zusammen

Kultur Neue strategische Ausrichtung: Kunstmuseum wird Teil des Plauener Kulturbetriebes

Plauen. 

Plauen. Die Galerie e.o.plauen und die Stadt rücken näher zusammen. Unter dem Namen "Galerie e.o. plauen - Kunstmuseum Erich Ohser" wird unter dem Dach des Kulturbetriebes eine neue eigenständige Einrichtung geschaffen. Grund für diese Entscheidung sind laut Kulturbürgermeister Tobias Kämpf (CDU) Änderungen in den Förderrichtlinien des Kulturraumes Vogtland-Zwickau. Ziel ist es, Ohsers Nachlass auf trag- und förderfähige Beine zu stellen. Von der neuen strategischen Ausrichtung erhoffen sich die Partner positive Effekte in der Verwaltung, im Marketingbereich und bei der Fördermittelbeantragung.

Stiftung bleibt Eigentümer der Kunstwerke

Die Erich-Ohser-Stiftung bleibt als Eigentümer der Kunstwerke weiter bestehen. Aktuell wird ein Dauerleihvertrag zwischen der Stiftung und der neuen Kulturbetriebs-Einrichtung erarbeitet. Somit werden Ohsers Hinterlassenschaften für Ausstellungen und Forschungszwecke zur Verfügung gestellt. Die scheidende Kuratorin Iris Haist, die Ende Juni das Haus verlässt, sprach von einem sinnvollen und weitsichtigen Schritt.

Bewerbungsfrist für Kuratorenstelle abgelaufen

Inzwischen geht die Suche nach einem geeigneten Nachfolger weiter. Fakt ist, dass die Bewerbungsfrist abgelaufen ist. Bis jemand für die Stelle gefunden ist, steht die wissenschaftliche Mitarbeiterin Sarah Kühnel als Interimsleiterin des Hauses zur Verfügung. Damit der Leitungswechsel möglichst reibungslos verläuft, sind bereits zwei Ausstellungen in Vorbereitung, verriet Haist. Die kommende Schau geht speziell auf die berühmten Bildergeschichten von Vater und Sohn ein, die erstmals vor 90 Jahren in der Berliner Illustrirten Zeitung gedruckt wurden.

Comic, Bildende Kunst und ein Blick hinter die Kulissen

Derzeit wird Ohsers Zeichenkunst in der Ausstellung "Unter Druck" am Fallbeispiel des Ullstein-Verlags im Berliner Presseviertel näher beleuchtet. Diesen Samstag (18 Uhr) philosophiert der Autor Dietrich Grünewald in den Galerieräumen an der Nobelstraße über den Grenzverkehr zwischen Comic und Bildender Kunst. An gleicher Stelle folgt am 15. Juni (19 Uhr) eine Comiclesung mit Leo Leowald, der einen Blick hinter die Kulissen wirft. Die Galerie ist Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr geöffnet.

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