Ganz viel Eigeninitiative

Engagement Mühltroffer Sportverein saniert Turnhalle

Mühltroff . Aktiv sind die Mühltroffer Sportler nicht nur auf dem Fußballfeld, in der Kegelbahn oder Turnhalle, sondern auch, wenn es um ihr Domizil geht. "Wir sind wie eine große Familie", sagt Torsten Zimmermann vom Sportverein. Damit meint er die über 140 Mitglieder in den einzelnen Sektionen. Das gemeinsame Ziel ist, die Turnhalle in Mühltroff da, wo es nötig ist, zu sanieren. Dringend notwendig war dies am kaputten Dach des Vorbaus des Gebäudes.

"Das Dach war im Winter vereist, Dreck wurde in die Turnhalle reingetragen", erinnert sich Karl-Heinz Lindner, der Vereinsvorsitzende. Zumal sich unter dem Vorbau die Funktionsräume mit Umkleiden, Duschen und Toiletten befinden. Der Kostenvoranschlag für die Dacherneuerung machte den Sportlern aber klar, dass dies kaum aus eigener Kraft zu stemmen sei. So kam die Idee, Fördermittel für die Erneuerung des Flachdaches beim sächsischen Landessportbund zu beantragen. Da die Förderung aus diesem Topf, der sich investive Sportförderung nennt, aber nur 50 Prozent vorsieht, hieß es für den Sportverein, Eigenmittel aufzutreiben. Der Verein selbst konnte 5000 Euro plus Eigenleistung leisten. Von der Stadt Pausa-Mühltroff wurden 8.000 Euro bewilligt. 2.200 Euro waren Spenden von Firmen, die die Sportler angesprochen hatten. "Im August hatten wir den Antrag auf Fördermittel gestellt, und Ende September kam die Zusage", erinnert sich Zimmermann. Große Freude herrschte, als 13.409,30 Euro vom Landessportbund, durch die Sächsische Aufbaubank zur Verfügung gestellt, eintrafen. Mehrere Arbeitseinsätze absolvierten die Sportler. So wurde der alte Putz von der Außenwand abgeschlagen und das kaputte Dach des Vordaches entfernt. Dann legten die Zimmerer, Klempner und Mauerer los. Neu hinzu kam eine Dachdämmung, bevor die Schweißbahn verlegt wurde.

Neue Dachrinnen, die Entlüftung, Fenster und Fensterbänke sowie der neue Außenputz kamen hinzu. "Wir hätten das nie geschafft ohne die Sportförderung", sagt Karl-Heinz Lindner. Der Sportverein dankt allen, die geholfen haben.