Gegen Corona: Vogtländisches Unternehmen stellt Schutzvisiere her

Mutmacher Gute Nachrichten aus Treuen

Treuen. 

Das Unternehmen GETT aus Treuen ist eigentlich als Hersteller von Tastaturen und Bedienelementen weltbekannt. Wegen der Coronapandemie bekamen die Vogtländer frühzeitig Probleme. Denn die Gerätetechnik Treuen GmbH (GETT) ist direkt mit einer Tochterfirma in China präsent. Und so hatte diese Firma ein wenig gedanklichen Vorlauf, den man konsequent nutzte und nun mit einem tollen Mutmacher den Menschen der Region Hoffnung schenkt. "GETT fertigt ab sofort Schutzvisiere gegen Tröpfcheninfektion. Eine schnelle Verfügbarkeit und kostengünstige Abgabe sollen Bedarfsprobleme decken", lässt Geschäftsführer Tino Pietzsch wissen. Anna Schmoll erklärt als Leiterin für Unternehmenskommunikation den ganzen Ablauf. Mann kann nur den Hut ziehen vor diesem Unternehmen.

 

Binnen weniger Tage die Produktion gestartet

 

Anna Schmoll teilt mit: "Wir haben kurzfristig Fertigungskapazitäten für die Herstellung von Schutzvisieren geschaffen." Damit reagiert das Team um Geschäftsführer Tino Pietzsch auf die aktuellen Entwicklungen der Coronapandemie und die erschwerte Verfügbarkeit von Schutzausrüstung. Der "GETT-safe-Gesichtsschutz" aus widerstandsfähigem Polyester wird am Standort in Treuen hergestellt. Er schützt vor Tröpfcheninfektion bei der interpersonellen Kommunikation im Nahbereich. Zudem verhindert er die Berührung des eigenen Gesichtes, was als eine der Hauptquellen für Infektionsübertragungen gilt. Das Visier richtet sich an Personengruppen mit öffentlichen Aufgaben in der Medizin, Gesundheit und Pflege, Verkauf, Kundenservice, Behörden oder Ordnungskräften. Zum Gesichtsschutz bietet GETT komplementär selbststehende Schutzfronten. Das Schutzschild besteht aus dünnem und hochtransparentem Polyester. Es reicht über das Gesichtsfeld hinaus und verhindert so die direkte Tröpfchenübertragung durch Aerosole, denen Viren wie COVID-19 anhaften können.

 

Eine Videoanleitung als Impuls

 

"Das leichte Gewicht von nur 30 Gramm, ein integriertes Soft-Stirnpolster und ein individuell einstellbares Halteband bieten hohen Tragekomfort. Und das Visier ist für den mehrmaligen Gebrauch geeignet", berichtet Tino Pietzsch. Der war im Internet auf eine Videoanleitung gestoßen, die ein Chefarzt vom Sächsischen Krankenhaus in Görlitz ins Internet gestellt hatte. "Danach bin ich sofort aktiv geworden und habe erkannt, dass wir das Produkt herstellen können." GETT-Fertigungsleiterin Nicole Luderer erzählt: "Für uns war das Video eine großartige Vorlage, um unsere Fertigkeiten und Fähigkeiten in den gegenwärtigen Infektionsschutz einfließen zu lassen." Schon seit einiger Zeit überlege man, wie man sich gesellschaftlich einbringen könne, ohne das Augenmerk auf Gewinnerzielung zu legen. Gerade in Bezug auf die Corona-Pandemie sei das gesellschaftliche Engagement des Unternehmens selbstverständlich. "Die Krise betrifft jeden und damit auch uns. Man merkt erst jetzt so richtig, dass alle sozialen und wirtschaftlichen Prozesse unglaublich eng miteinander verbunden sind. Enges Zusammenstehen und gegenseitige Unterstützung dürfen daher keine Phrasen sein", legt Tino Pietzsch nach. Für die Herstellung der Produkte besitzt GETT sowohl die Fertigungskompetenz als auch die technische Ausstattung und das Material. Die notwendige Produktionskapazität wurde eigens von laufenden Aufträgen abgezogen und für die Realisierung der Visiere und Fronten reserviert.

 

Ein Schutz gegen die Virenübertragung durch Husten, Niesen oder Sprechen

 

Das Visier lässt sich mit gängigen Desinfektionsmitteln wie Isopropanol leicht reinigen. Es vermeidet effektiv die Virenübertragung durch Husten, Niesen oder Sprechen. Gleiche Bedeutung hat die Beschränkung der Berührung des eigenen Gesichts. "Statistisch gesehen fassen sich Menschen 3,6 Mal pro Stunde an Nase, Mund oder Augen. Statistisch belegt ist dazu auch, dass bis zu 80 Prozent aller Infektionsübertragungen über die Hände erfolgen", fügt Pressesprecherin Anna Schmoll hinzu.  Neben Gesichtsvisieren stellt GETT als Produktvariante Schutzfronten her. Diese sind als stationärer Gesichts- beziehungsweise Vollschutz konzipiert. Die Schilder sind selbststehend und müssen nicht montiert oder speziell befestigt werden. Es gibt sie in zwei Größen. "Sie kommen an Verkaufs-, Service- und Beratungsstellen zum Einsatz und schützen Personal und Klienten ebenso wirksam gegen die direkte Infektionsübertragung", teilt der Industriebetrieb mit.