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Gegen den Tod der Veranstaltungsszene

Kulturaufschrei Plauen beteiligt sich kommenden Montag an "Night of Light"

Plauen. 

Plauen. Die Corona-Pandemie erschüttert das öffentliche Leben in einem nicht gekannten Ausmaß. Und die Kultur ist beinahe vollständig zur Bewegungslosigkeit verurteilt worden. Durch die notwendige Schließung der Einrichtungen aller Art und die Absage sämtlicher Veranstaltungen ist der Kulturbereich auf gravierende Weise von den sozialen als auch von den wirtschaftlichen Folgen dieses Stillstandes betroffen.

Kulturelles Leben muss trotzdem stattfinden können

Eine Rückkehr zum Zustand vor Corona wird es im Kulturbereich auf absehbare Zeit nicht geben. Pressesprecherin Anne Krieger teilt mit: "Trotz aktueller Lockerungen bleiben Tanzveranstaltungen und Großveranstaltungen in der Festhalle sowie im Parktheater weiterhin untersagt". Um wenigstens eine kleine Flamme zum Leuchten zu bringen, werden im Plauener Parktheater "unter Einhaltung besonderer Hygienemaßnahmen und begrenzter Teilnehmerzahlen Möglichkeiten geschaffen, dass die Kunst- und Kulturschaffenden der Region wieder kleinere Veranstaltungen anbieten können und das kulturelle Leben auch in diesem Sommer lebendig bleibt. Gewiss ist allerdings, dass eine wirtschaftliche Durchführung solcher Veranstaltungen unter den geltenden Auflagen und Hygieneregelungen nicht machbar ist", betont Anne Krieger.

Rotes Licht symbolisiert die vom Aussterben bedrohten Branchen

Festhallen/Parktheater-Leiter Ronny Bley appelliert: "Es ist ganz wichtig, die Öffentlichkeit auf die besonders hart getroffene Branche der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen. Mit der Teilnahme der Festhalle Plauen an der Aktion 'Night of Light' am 22. Juni soll ein imposantes Zeichen für die Notlage einer ganzen Branche gesetzt werden und zum Dialog mit der Politik aufgerufen werden." In der Nacht von Montag auf Dienstag wird die Festhalle ab 22 Uhr in rotem Licht erstrahlen. Das Rot steht symbolisch dafür, dass die Veranstaltungswirtschaft auf der roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen steht.

Die Plauener kündigen an: "Wir setzen gemeinsam mit über 1.000 Unternehmen in mehr als 200 Städten in ganz Deutschland ein leuchtendes Mahnmal und hoffen auf einen flammenden Appell für die Veranstaltungswirtschaft", laden Ronny Bley und Anne Krieger ein zur Solidarität.

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