Gehen die Plauener Handballer mit dem achten Mann auf Löwenjagd?

Der SV 04 Oberlosa bestreitet in der 3. Bundesliga vorletztes Heimspiel

Plauen

Wenn die Plauener Handballer den drittletzten Tabellenplatz verteidigen, geht es es saisontechnisch in die Verlängerung. Denn es ist ein Platz frei geworden in der 3. Bundesliga, weil aus dem Osten keiner in die kostspielige Liga aufsteigen möchte. Und somit gibt es eine Relegation. So zumindest hoffen es die Vogtländer. Noch hat das der Deutsche Handballbund nicht bestätigt. Aber anders wird es vermutlich auch gar nicht gehen. Am 28. Spieltag steht für die Jungs vom SV 04 Oberlosa das Heimspiel gegen die U23 der Rhein-Neckar Löwen auf dem Programm. Der Anwurf in der Plauener Kurt-Helbig-Sporthalle erfolgt wie gewohnt am Samstag um 19 Uhr.

 

Die Mannheimer gehören zu den besten Kaderschmieden Deutschlands

 

Mit den Junglöwen aus Mannheim empfangen die Spitzenstädter ein Team aus einer der besten Kaderschmieden Deutschlands. Der ganz große Teil der Mannschaft besteht aus Spielern, die mit der A-Jugend 2022 Deutscher Meister, 2023 DHB-Pokalsieger und 2024 Deutscher Vizemeister wurde. Als Trainer fungiert der ehemalige Nationalspieler Holger Löhr, der eine hochtalentierte Mannschaft an den Start bringt. Der Plauener Handballexperte Rico Michel weiß: "Wie alle Nachwuchsteams der Bundesligisten setzen auch die Junglöwen auf enormen Tempohandball. Im Durchschnitt werfen die Mannheimer 33 Tore pro Spiel, haben bislang aber auch ebenso viele Gegentreffer kassiert." In Valentin Willner (155 Saisontreffer) verfügen die Gäste über den besten Kreisläufer der Liga, zudem erwiesen sich im Saisonverlauf Linksaußen Lucas Pabst (140) und Spielmacher Lennart Karrenbauer (120) als enorm torgefährlich. Da die Bundesliga-Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen am Wochenende beim DHB-Pokal Final Four in der Kölner Lanxess-Arena gefordert ist, bleibt abzuwarten, ob das ein oder andere Top-Talent dort mit zum Kader gehört.

 

Oberlosa fehlen nur noch zwei Punkte bis zur Hoffnungsrunde

 

Für den Plauener Trainer Ladislav Brykner ist die Besetzung des Kontrahenten eher zweitrangig. "Holger Löhr hat einen großen Kader mit top ausgebildeten Spielern beisammen. Wenn da einer oder zwei Akteure fehlen, fällt das nicht so groß ins Gewicht". Von seinem Team verlangt der Plauener Coach im vorletzten Heimspiel der Saison wieder eine top Leistung. "Wir hoffen alle, dass es eine Relegationsrunde um den Klassenerhalt gibt. Um diese Runde erreichen zu können, müssen wir unseren Tabellenplatz behaupten. Um auf Nummer sicher zu gehen, brauchen wir noch zwei Punkte, dann lassen wir Baden-Baden und Landshut hinter uns. Diese beiden Zähler wollen wir am Samstag unbedingt holen", zeigt sich Brykner kämpferisch.

 

Der achte Mann ist das Publikum

 

In Bezug auf das zur Verfügung stehende Personal gibt es bei den Plauenern zwei dicke Fragezeichen. So wird sich der Einsatz des zuletzt fehlenden Nico Schneider und des erkrankten Miroslav Nedoma erst kurzfristig entscheiden. "Ganz egal, wer auf der Platte stehen kann. Wir wollen alles raushauen und die Junglöwen bezwingen", stellt Kapitän Kevin Roch klar. Team und Verantwortliche der Schwarz-Gelben hoffen auch im vorletzten Heimspiel wieder auf eine rappelvolle Kurt-Helbig-Halle. Zuletzt kamen über 600 Fans. Angesichts der Tabellenkonstellation ist das sehr bemerkenswert. "Der Hochgeschwindigkeitshandball der Mannheimer wird uns enorm fordern. Umso wichtiger ist eine volle Tribüne als achter Mann", hofft auch der Plauener Torjäger Matevz Kunst wieder auf prächtige Stimmung.

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