Generation Praktikum

Orientierung Junge Leute sammeln in Firmen ganz unterschiedliche Erfahrungen

Auf der Suche nach dem richtigen Beruf hangeln sich immer mehr Schüler und Studenten von einem Praktikum zum nächsten - "Generation Praktikum" wird dieses Phänomen auch genannt. Die Erfahrungen, die Praktikanten sammeln, können tatsächlich aber sehr unterschiedlich sein. Während einige immer nur Kaffee kochen und Botengänge für den Chef erledigen dürfen, bekommen andere im Unternehmen bereits frühzeitig Verantwortung übertragen. Diese Firmen sehen Praktikanten als junge Leute mit frischen Ideen und als potenzielle Talente.

Dem "Praktikantenreport 2012" zufolge - erstellt von meinpraktikum.de - erhalten Praktikanten in Deutschland eine durchschnittliche Vergütung von nur 290 Euro im Monat. Der niedrige Durchschnittsverdienst kommt auch dadurch zustande, dass 40 Prozent der Praktika in Deutschland unbezahlt sind - in gut bezahlten Bereichen wie Unternehmensberatungen oder Internet/Multimedia kann man dagegen schon mal 1.000 Euro im Monat verdienen.

Ein Praktikum als Schüler sollte ein kleiner Einblick in die Berufswelt sein und vor allem Spaß machen. Studenten sollte das Praktikum dagegen bereits zur Orientierung dienen, dabei können sie herausfinden, ob sie für den angestrebten Beruf auch wirklich geschaffen sind. Für Arbeitgeber sind Praktika ein Nachweis, dass der Bewerber schon Erfahrungen in dem Beruf gesammelt hat und ein klares Bild davon hat, was ihn bei der Arbeit erwartet. Besonders überzeugend wirken Auslandspraktika, denn damit hat man auch Sprachkenntnisse erworben und Eigeninitiative bewiesen.

Wer als Schüler oder Student ein Praktikum absolviert, steht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Dauer der Beschäftigung oder die Höhe des Entgeltes sind dabei unerheblich. Das Gleiche gilt für unbezahlte Praktika und Minijobs. Vom ersten Arbeitstag an besteht Versicherungsschutz, der den Weg zur Arbeitsstelle und zurück nach Hause einschließt. Zuständig ist der Unfallversicherungsträger des Arbeitgebers. Wer einen Ferienjob im Ausland übernimmt, ist in der Regel nicht über die deutsche gesetzliche Unfallversicherung abgesichert.