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Genuss statt Geschwindigkeit

Aktuell "Ei, wie schmeckt der Coffee süsse"

Zeulenroda. 

Kaffee gilt als das Lieblingsgetränk der Deutschen. Wird er heute vielerorts aus dem Kaffeepott, aus dem Automaten oder im Pappbecher und To-Go getrunken, stand zu früheren Zeiten der Genuss im Mittelpunkt. Angesichts des Titels der Schau "Ei, wie schmeckt der Coffee süsse…" im städtischen Museum Zeulenroda lässt sich dies erahnen.

Das Porzellanservice beinhaltete neben sechs Tassen und dazugehörigen Untertassen auch eine meist zierliche Zuckerdose, Sahnekännchen und als Krönung eine oft wunderschön gestaltete Kaffeekanne in geschwungener Form und mit Blümchenmuster versehen. Gemütlichkeit, sich Zeit nehmen füreinander verhießen die Porzellangefäße, die heute noch in Omas Schrank stehen. Sie erinnern an damals, versprühen heute Nostalgie und vielleicht auch etwas Wehmütigkeit, als man sich Zeit für die Kaffeerunde nahm. Eine Kultur, die fast in Vergessenheit geraten ist.

Die historischen Kaffeemühlen und altmodischen Kannen, die gegenwärtig im Museum zu besichtigen sind, lassen die "gute, alte Zeit" aufleben. "Herzstück der Kaffeekannen ist die Figurenkanne im Stil des Historismus", sagt Museumsleiterin Ute Arnold. "Sie stammt aus dem 19. Jahrhundert und besteht aus Keramik." Sogenannte Figurenkatzen sind aus der Zeit um 1930. Neben den Keramik- und Porzellankannen sind auch zahlreiche aus Silber und versilberte zu besichtigen. Seltene Stücke gibt es auch bei den historischen Kaffeemühlen: "Die größte ist eine gusseiserne Kaffee- und Getreidemühle aus dem 19. Jahrhundert", erklärt Ute Arnold. Die kleinsten sind Kinderkaffeemühlen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, mit welchen einst der Nachwuchs spielen konnte. Die älteste dürfte eine Eisenmühle aus dem Jahr 1820 sein. Die meisten der Exponate hat der Sammler Bernd Vogt aus Zwickau leihweise zur Verfügung gestellt. Ergänzt wird die Schau durch ein umfangreiches Konvolut des Städtischen Museums und Leihgeber. "Dabei geht es quer durch zwei Jahrhunderte - vom Biedermeier bis zur DDR-Zeit", macht die Museumsleiterin auf eine Besichtigung neugierig.



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