Gerd war einer von 2.000 "Plamagianern"

Treffen Druckmaschinenriese lebt in Erinnerungen weiter

Plauen. 

Plauen. Was ein "Plamagianer" ist, das wissen schon bald nur noch jene Mitarbeiter, die früher in der Plamag gearbeitet haben. Das Unternehmen war riesig für vogtländische Verhältnisse. Quasi der Stolz einer ganzen Stadt. Von der Bedeutung her war die Plamag für Plauen so etwas wie VW in Wolfsburg oder Adidas in Herzogenaurach. 2.000 Frauen und Männer verdienten hier ihr Geld alleine im Betrieb direkt. Etliche Zulieferer profitierten. Doch 100 Jahre nach der weltweit ersten Rollenoffsetdruckmaschine ging die Geschichte der "Plauener Maschinenbau AG" Stück für Stück zu Ende. In das Mahnmal am Rande der Stadt ist längst neues, erfolgreiches Leben eingezogen. Was bleibt sind Erinnerungen.

Gerd Beier verkauft Eintrittskarten

Gerd Beier (52) aus Kürbitz hat das alles miterlebt. Der Familienvati und zweifache Opa wuchs in Thiergarten auf und wurde 1983 in der Plamag zum Elektromonteur ausgebildet. Die "Plamagianer" galten weltweit als Spezialisten. Der international erfolgreiche Druckmaschinenhersteller überlebte trotz seiner exzellenten Betriebsergebnisse nicht. Gerd Beier hatte nach über 30 Jahren den Weg in die Selbstständigkeit gefunden. Er übernahm Am Klostermarkt 1 vor vier Jahren den Dienstleistungsservice von Werner Roth. Dort bekommen die "Plamgianer" Eintrittskarten für das 3. Treffen. Das findet am 25. Oktober (Einlass 17 Uhr) in der Biller-Festhalle statt. Internetinfo: www.plamagianer-treffen.de

Die Plamag war international

Gerd Beier und seine Kollegen haben in China, Russland, Griechenland, Polen, Frankreich und Spanien gearbeitet. Überall schätzte man die Fachkenntnisse der Plauener Experten. Gerd Beier selbst hatte sich vom Azubi und Geselle bis zum Verantwortlichen für die Elektroinstallation der Maschinen nach oben gearbeitet. Viele solcher Laufbahnen begannen und endeten in der Plamag. Plauen war einst ein bedeutender Industriestandort, der von innovativen Unternehmen wie der Plamag, der Wema oder der Narva angeführt wurde. Die einstige Plamag ist zwar nicht mehr am Leben. Aber zumindest gibt es den Namen noch und ein erfolgreiches Unternehmen www.plamag.com