Geschenke für bedürftige Kinder

Hilfsaktion Kleingeraer Familie im Schuhkarton-Fieber

Für Gabriele Hommel hat eine aufregende Zeit begonnen, denn die Hilfsaktion "Weihnachten im Schuhkarton" ist angelaufen. Die Kleingeraerin freut sich über viele Pakete, die bei ihr abgegeben werden. "Es ist einfach schön", sagt die Kleingeraerin. Sie betreut seit vielen Jahren eine Sammelstelle. "Die ganze Familie hilft mit, allein könnte ich es gar nicht schaffen. Wir sind alle im Schuhkarton-Fieber". Von vielen schönen Erlebnissen weiß zu erzählen. Vom Jungen, der ein kleines Auto, das er zum Geburtstag bekommen hatte, in den Schuhkarton steckte. Von Mädchen, die Filly-Pferdchen abgeben. Und von den älteren Frauen, die Pullover, Mützen und Schals stricken. Zuspruch erhält die Aktion von den Kirchgemeinden Netzschkau, Limbach, Elsterberg, Caselwitz. Die Kindergärten in Coschütz und Netzschkau sind dabei. Die ehemalige Grundschule in Coschütz, jetzt die Elsterberger. Es soll eine gute Mischung im Geschenkkarton sein, ein Kuscheltier, etwas Warmes, Süßigkeiten, etwas Nützliches. Es dürfen keine gebrachten Sachen rein, keine Gummibärchen oder Kaubonbons. "Wenn am Zoll eine Stichprobe erfolgt, wird alles konfisziert. Es gibt große Schwierigkeiten", erklärt Gabriele Hommel die Tragweite. "Was ich aus den Schuhkartons, die ich kontrolliere, etwas rausnehmen muss, gebe ich es an den Reichenbacher Verein Leuchtturm." Da werde es immer gut gebraucht. Bis zum 15. November nimmt sie Pakete an. Sie gehen in Länder zu bedürftigen Kindern, die aus unserer Region nach Osteuropa. "Es sind Kinder dabei, die noch nie ein Geschenk bekommen haben", so Gabriele Hommel. Wenn ein Kind dann zu Weihnachten den Karton öffnet und seine Augen strahlen, dann weiß sie, dass sie und viele andere Menschen etwas Gutes getan haben. "Die Freude, sie kommt zurück. Wenn wir in der Familie zu Heiligabend zusammensitzen und uns darüber unterhalten, das ist für mich Weihnachten."