Gewerkschaft einigt sich mit AWO

Tarifabschluss Richtungsweisendes Signal für Mitarbeiter in Auerbach

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Foto: ollo/Getty Images

Auerbach. Die Vereinte Dienstleistungs-Gewerkschaft (Verdi) und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Auerbach/Vogtland erzielten ein richtungsweisendes Tarifergebnis. Bis zum Jahr 2022 erhalten die Beschäftigten Einkommenszuwächse von bis zu 30 Prozent. Zusätzlich ist eine Einmalzahlung in Höhe von 500 Euro vereinbart worden. Mit diesem Vertrag gelingt der Anschluss an das Niveau der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Für AWO-Geschäftsführerin Katrin Schmidt ist das Ergebnis der Verhandlungen ein ermutigendes Signal für die Mitarbeiter aus den Bereichen Kindertagesstätten, Pflege und Beratungsstellen.

Jobs müssen für Arbeitnehmer attraktiv sein

Ende Oktober vorigen Jahres hatte sich das gewerkschaftlich organisierte AWO-Mitarbeiter bei einer "aktiven Mittagspause" für einen neuen Haustarifvertrag stark gemacht. Um die Qualität aller AWO-Angebote nachhaltig abzusichern, ist aus Sicht von Schmidt ein Umdenken notwendig. Den Mangel an Fachkräften in den sozialen Berufen nur zu beklagen, reiche in der momentanen Situation nicht aus. Letztlich müsse man für qualifiziertes Personal auch attraktiv sein. Schmidt und Verdi-Verhandlungsführer Thomas Mühlenberg sind sich einig, dass besonders das Modell der Pflegeversicherung einer dringenden Überarbeitung bedarf. Es müsse verhindert werden, dass der Eigenanteil für die Bewohner der Heime nicht noch weiter steigt. Hier sei die Schmerzgrenze längst überschritten. Damit dieser Trend gestoppt werden kann, sei die Politik klar in der Verantwortung, die notwendigen Schritte einzuleiten.